Aktuelles:


Mai 2022


Auf den Spuren der Eiszeit
19 Wanderer machten sich rund um Asten auf die Suche nach Spuren der Eiszeit. Christoph Schießl gab zunächst einen kurzen Überblick über die Zeitgeschichte der letzten Eiszeit. Die „Würm“ dauerte insgesamt ca. 100.000 Jahre und hatte im Raum Garching/Alz – Hirten- Asten ihren Höhepunkt vor ca. 20.000 Jahren, bevor sie vor ca. 10.000 Jahren endete. Die Durchschnittstemperatur war im Vergleich zur heutigen mittleren weltweiten Temperatur um 6 o kälter. Die Wanderung führte die Gruppe über die Endmöränenlandschaft zu einem Endmöränensee und an Toteislöchern vorbei. Besonders interessant war eine Sammlung der wichtigsten alpinen Gesteinsarten und Findlingsblöcke. Felsbrocken, die regulär in den Tauern vorkommen, sind vom Gletscher bis in unsere Region transportiert worden. Auf dem Wanderweg ging es weiter zu Auerochsen, die bereits im 17. Jahrhundert in ihrer Wildform ausgestorben sind und heute in einer domestizierten Form nachgezüchtet werden. Zum Schluss gab es im Dorfwirtshaus ein eisgekühltes Bier.                                                                                                                                       Bericht u. Bilder: Christoph Schießl



Radtour nach Asten
Vor Kurzem starteten einige Mitglieder der Sektion zur Radtour von Trostberg aus. Auf wenig befahrenen Wegen führte die Route über Oberbuch, Tyrlaching und Kirchweidach nach Halsbach zur Panoramastation Alpenblick. Von dort aus radelte man mit Blick über das Salzachtal entlang des Plattenberges nach Asten. Am Ziel Asten angekommen konnte man während der  Einkehr im Biergarten der Dorfwirtschaft den Rundblick genießen. Der Rückweg führte  die Teilnehmer zum Aussichtsplatz Rainbichel, der höchsten Erhebung im Lkr. Altötting. Aufgrund des schönen, sonnigen Wetters nahmen sich alle noch Zeit auf einen Abstecher in den Biergarten Purkering. Mit zahllosen Bergpanoramablicken auch unterwegs, kann man diese Radtour mit 52 km und 490 Hm durchaus als Genußtour bezeichnen, die zudem direkt vor der Haustür liegt!
Bericht u. Bild: Gaby Wiblishauser


Wanderung auf den Gamsknogel

Bei perfektem Bergwetter unternahmen 26 Teilnehmer*innen der Wandergruppe der AV-Sektion Trostberg eine Tour, dieses Mal auf den Gamsknogel. Von Kapell bei Inzell ging es in Serpentinen einen Steig hoch zur Kohleralm zur ersten Rast. Schlüsselblumen säumten den Weg dorthin, ein Zeichen dafür, dass der Schnee noch nicht lange geschmolzen war. Weiter ging es über einen felsigen Steig zum Gipfel des Gamsknogel auf 1750 m mit traumhafter Sicht auf Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen und vielen weiteren in der Ferne. Nach der Gipfelbrotzeit stieg man wieder ab und wanderte über die Kohleralm zum Gruberhörndl. Beim Rückweg von dort bestieg ein Teil der Gruppe noch den Angerstein, um die 3-Gipfel-Tour komplett zu machen. Schusternagerl, Enzian, Aurikel und vieles mehr säumten den Weg. Nach der obligatorischen "Medizin", dem Schlehenlikör, machte man sich auf den Rückweg zur Einkehr ins Gasthaus Adlgass. Dort ließ man den wunderschönen Tag ausklingen.

Bericht u. Bild: Marianne Plank


April 2022


Venter Runde
5 Tage Skihochtour in den Ötztaler Alpen, das erwartete eine Gruppe Trostberger Alpenvereinler im April. Über Martin-Busch Hütte, Hochjochhospiz und Vernagthütte sollte es zum Dach Nordtirols, der Wildspitze, gehen. War an den ersten Tagen noch Nebel und starker Wind unser fast ständiger Begleiter wartete zum Finale nochmal ein perfekter Tourentag auf uns. Aber im Nebel über den Gletscher irren hat ja auch was, nur leider für die Weißkugel war das Wetter dann doch zu schlecht, schade um den ganzen Hatscher den wir schon in die Richtung Südtirol gelaufen sind. Dafür durften wir uns über die Gipfel von Hauslabkogel, Fineilspitze, Fluchtkogel und Wildspitze freuen. Und sogar der ein oder andere gute Pulverschwung war noch zu finden.                                         Bericht u. Bild: Daniel Stadler


Skitouren in Innsbruck
Spuren, Spuren, Spuren. So kann man die drei Tage am besten beschreiben, die die Trostberger Skitourengeher Anfang April um Innsbruck herum erlebt. Waren die ersten beide Tage noch geprägt von starkem Nebel mit ca. 15 m Sicht, gab es am letzten Tag noch
einen Premiumtag als krönenden Abschluss. Am ersten Tag ging es im Alpbachtal durch den Nebel, immer im Zickzack, um die Spur unseres Dynafitfreundes. Die Abfahrt bei rund 15 cm Neuschnee war schon gar nicht schlecht, aber da geht noch deutlich mehr. Am zweiten Tag ging es dann eine enge Rinne in den Kalkkögeln hinauf. Vorteil wenn die Rinne maximal 20m breit ist, kann man sich trotz starkem Nebel nicht verlaufen. Nachdem wir in 1001 Spitzkehre die Rinne hinauf gespurt hatten, ging es in tollem Pulver wieder runter, so gut, dass wir noch eine zweite Runde einlegen mussten. Aber es ging noch besser, am dritten Tag sahen wir endlich die Sonne wieder, und nach ein paar Höhenmeter mussten wir auch die Spurarbeit wieder übernehmen, dank unserer jungen Spurmaschine ging es trotz des halbem Meters Pulver gut voran zur Pflerscher Scharte. Über die Abfahrt braucht man nicht viel sagen, außer gigantisch.                                                                                                                                                 Bericht u. Bild: Daniel Stadler


Skihochtouren der DAV-Jugend in der Silvretta
Aller guten Dinge sind drei… Seit 2020 waren die Skihochtouren in der Silvretta bei der Jugend des DAV Trostberg geplant. Die letzten beiden Jahre konnte dieses Vorhaben coronabedingt leider nicht stattfinden. Im dritten Anlauf klappte es nun endlich.
So ging es am Karfreitag für die 7-köpfige Gruppe zunächst nach Partenen in Vorarlberg und von dort per Bahn und Bus zum Silvrettastausee. Die ersten beiden Nächte verbrachte man auf der Klostertaler Umwelthütte, einer sehr schönen Selbstversorgerhütte. Von hier aus ging es am Samstag auf die Schneeglocke und auf den Knoten, für manche waren dies sogar die ersten 3000er. Aufgrund der eisigen Temperaturen am Gipfel konnte leider nicht abgewartet werden, bis es auffirnt. Dafür wurde es beim Brennholz sägen und hacken auf der Hütte wieder warm.
Am Ostersonntag stand dann die längste Etappe an, der Wecker klingelte dementsprechend früh. Es sollte zur Wiesbadener Hütte gehen. Natürlich musste auf dem Weg dorthin noch der ein oder andere Gipfel mitgenommen werden. Nach dem Aufstieg zur Roten Furka musste eine Abfahrt auf knüppelhartem Schnee zum Silvrettagletscher auf schweizerischem Boden gemeistert werden.
Nun folgte der anstrengende, mit vielen Spitzkehren gespickte Aufstieg zum Silvrettahorn, wobei die letzten Meter zum Gipfel in leichter Kletterei und mit Steigeisen bewältigt wurden. Nachdem der erste Gipfel erklommen wurde, teilte sich die Gruppe. Ein Teil nahm noch den Gipfel des Silvretta Egghorns mit, der andere Teil machte sich auf den Weg zum Piz Buin. Auf der Wiesbadener Hütte trafen sich dann alle wieder zu Germknödel und Apfelstrudel. Am Ostermontag war die Dreiländerspitze das Ziel. Hier treffen Tirol, Vorarlberg und Graubünden zusammen. Danach ging es auch schon wieder hinab zum Silvrettastausee und von dort zurück nach Trostberg.
Ein erfolgreiches Skihochtourenwochenende, wobei wir noch genügend Gipfel für den ein oder anderen Besuch in der Gegend übrig ließen.
Bericht u. Bilder: Anna Stadler


Gießenbachklamm und Schopperalm

Vom Wanderparkplatz Gießenbachklamm in Kiefersfelden starten wir gemütlich los.
Der Weg zur Schopperalm ist mit 40 min beschildert den wir immer am Bach entlang gefolgt sind. Am Anfang der Klamm konnte man mit einen kurzen Abstecher in die Klamm hineinblicken. Weiter ging es dann 180 Stufen rauf bis zum sogenannten „Wasserschloss“, ein Bestandteil des Wasserkraftwerks. Nach dem Schloss ging es in einem Quergang durch eingeschlagene Felsen. Da musste man schon aufpassen, dass man nicht mit den Kopf am Felsen anstößt.  Bei diesen Quergang das mit einem Geländer gesichert war konnte man von oben schön in die Klamm rein schauen.
Am Ende der Klamm überquerten wir eine Stahlbrücke , dahinter befand sich der Stausee mit einigen Bademöglichkeiten.  
Jetzt ist es nur noch ein kurzes Stück zwischen Almwiesen und einen kleinen Bach bis zur Schopperalm mit schönem Spielplatz und Wasserpark.  
Zu früh (es war nicht mal 11 Uhr ) angekommen gingen wir noch ein kurzes Stück weiter zu einem kleinen Aussichtspunkt oberhalb der Alm. Da hatten wir einen schönen Blick zum Wilden Kaiser.  Nach der Einkehr machten wir uns an den Abstieg über die Trojahöfe und zurück bei leichtem Regen zum Parkplatz.                                                                                                                                                                                                    Bericht u. Bild: Franz Pöschl


März 2022


Senioren auf Landpartie
Den Stauseeweg rund um den Surspeicher als beliebtes Wanderziel beschrieb die Heimatzeitung vor zwei Jahren.  Dadurch angeregt wanderten 34 Senioren der AV Sektion ab Teisendorf im Uhrzeigersinn die 10 km lange Strecke, zumeist auf Kieswegen. Die Sur, die bei Surberg entspringt und südlich von Laufen in die Salzach mündet, richtete früher durch Hochwasser so manches Unheil an. Um das Land am Flussunterlauf vor Überschwemmungen zu bewahren, errichtete man vor Jahrzehnten den Surspeicher, der auch der Stromerzeugung dient. Die Teilnehmer erfreuten sich bei der anhaltend sonnigen Wetterlage an den Frühlingsblühern, der idyllischen Lage und bewunderten im Dorf Wimmern die schmucken historischen Bauernhäuser. Beim Rückweg genoss man es, das Panorama mit dem schneebedeckten Untersberg und nahegelegenen Hochstaufen vor sich zu haben.
Bericht: R. Hesse - Foto: A. Zehntner


Hoher Göll
„Meine Frau benötigt am Sonntag unser Auto.“-„Und meines ist zu klein für fünf Personen plus Rucksäcken und Skitourenausrüstung.“-„Zu fünft mit zwei kleinen Autos zu fahren ist auch ein Schmarrn; oder?“-„Und wenn wir es mit dem Car-Sharing Fahrzeug der Stadt probieren?“-„Warum nicht, selbst wenn es mit der Reichweite vielleicht knapp wird.“ Während der Fahrt am frühen Morgen wird schnell klar, dass es tatsächlich knapp werden dürfte. Trotz Außentemperaturen unter Null wird auf die Heizung verzichtet und nur für den 24-prozentigen Schlussanstieg von Berchtesgaden hoch zum Parkplatz Hinterbrand wird der Eco-Modus deaktiviert. Aber schließlich war bereits vorher allen Teilnehmern klar, dass es sich bei der Sektionstour zum Hohen Göll um eine durchaus anspruchsvolle Unternehmung handeln dürfte. Beim steilen Aufstieg über die erste, stark vereiste Schneise gerät die Frage, ob die Akkuladung auch für die Heimfahrt reichen wird, schnell in den Hintergrund. Vorsicht ist geboten, auch wenn ein Stahlseil im Alpeltal einen möglichen Absturz verhindert. Entspannung finden die zahlreichen Tourengeher an diesem Tag erst in den sonnenüberfluteten Umgängen. Der Schnee wird weicher, und mit jeder der zahlreichen Spitzkehren im Anstieg zum Gipfel des Hohen Gölls wächst die Vorfreude auf eine schneidige Abfahrt. Doch zunächst belohnen erst einmal Brotzeit, Sonne und ein grandioses Panorama die Skibergsteiger.
Mittlerweile hat es wunderbar aufgefirnt, und die ersten noch vorsichtigen Sicherheitsschwünge im steilen Gipfelaufbau gehen über in puren Abfahrtsgenuss im weichen Frühjahrsschnee. Wunderbar lässt sich in den Umgängen mit dem Gelände spielen, bis das eisige Alpeltal vollen Kanteneinsatz und absolute Konzentration einfordert. Je nach skifahrerischem Können und psychischer Verfassung stellt sich in manchen Passagen die Frage: Abfahren oder Abschnallen? Egal wie die Entscheidung fällt, wichtig bleibt einzig und allein das sichere Ankommen im Tal.
Aber werden auch die Trostberger Skitourengeher mit ihrem Elektrofahrzeug zu Hause ankommen, obwohl die Ladestandsanzeige nichts Gutes verspricht? „Jetzt am Nachmittag ist es ja viel wärmer und nach Trostberg geht es ja deutlich bergab“, schöpfen alle im Auto neue Hoffnung – und werden nicht enttäuscht! Die Akkuladung hätte sogar noch für eine Ehrenrunde durch die Stadt gereicht…
Bericht u. Foto: Reinhard Penn


Stubai Haute Route
Einmal quer durch die Stubaier Alpen, vom Ötztal bis ins Wipptal, nie unter 2000 m, das kann man in den Ostalpen mit Fug und Recht, als Haute Route bezeichnen. Die harten Fakten, 4 Tage, 50 km, mehr als 5500 Hm, diverse Gipfel über der 3000er Marke und drei Nächte in Winterräumen. Die besten Zutaten für ein einsames Abenteuer mit sehr schweren Rucksäcken. Die An- und Abreise erfolgte diesmal mit dem Öffentlichen Verkehr von Traunstein aus, was sich bei einer solchen Durchquerung natürlich anbietet, aber in Tirol auch wirklich hervorragend durchführbar ist.
Gestartet wurde dann in Sölden, mit den Skiern auf dem Rücken, wo sie die nächsten Tage noch das eine oder andere Mal hinkamen. Durch eine einsame Landschaft ging es auf die Hochstubaihütte, deren Winterraum man als durchaus rustikal bezeichnen kann. Nach einer etwas kälteren Nacht ging es über den Wütenkarsattel zum Windacher Daunkogel der sich in diesem Jahr recht anspruchsvoll zeigte, weswegen nicht alle Trostberger die letzten Meter des Grates in Angriff nahmen. Nach einer kleinen Abfahrt gelangten wir über den Westlichen Daunkogel in das Gletscherskigebiet Stubai, wo wir ein paar Meter per Sessellift abkürzen konnten. Wir ließen das Zuckerhütl links liegen und über eine steile Scharte mit anschließender Abfahrt ging es zum luxuriösem Winterraum der Siegerlandhütte. Der kommende Tag wartete mit perfektem Wetter, steilen Spitzkehren, wieder mal Skitragen und Abseilmanövern auf uns. Über die Sonnklarspitze ging es auf den Wilden Freiger. Hier begann eine wirklich beschissene Abfahrt, oben Eis unten nur noch hart, so retteten wir uns von Saharastaub zu Saharastaub, wo es wenigstens etwas Grip für die Skikanten gab. Die Schneesituation lässt sich am besten so beschreiben, wenig Schnee, der dafür schlecht. Im kleinen dafür warmen Winterraum der Nürnberger Hütte verbrachten wir noch eine Nacht, um am nächsten Tag ins Tal abzufahren. Die Lawinenlage ließ den letzten geplanten Übergang ins Gschnitztal nicht mehr zu.
Bericht u. Bild: Daniel Stadler


Jugendwochenende Trostberger Hütte
Der Winter geht langsam schon seinem Ende zu, weshalb die Jugend Ende März nochmal eine Tour mit Schlitten und Skitour bewaffnet auf die Trostberger Hütte unternahm. Am späten Freitagnachmittag begann der Aufstieg, welcher leider mit wenig Schnee anfing, weshalb die Tourenski getragen werden mussten, jedoch änderte sich dies bei der Hälfte des Weges. Als der Aufstieg geschafft war, wurde es schon Zeit zu kochen und dann den Abend nach dem Essen mit gemeinsamen Spielen zu beenden. Der nächste Tag wurde ganz gemütlich mit einem gemeinsamen Frühstück gestartet, wobei entschieden wurde, dass das heutige Ziel das Sonntagshorn sein wird. Nachdem dieses Ziel geschafft war und die Motivation immer noch hoch war, kam es noch zu einem gemütlichen Aufstieg auf das Skiköpfl mit einer wunderschönen Abfahrt. Dann nahm der Tag auch schon wieder sein Ende und wurde mit gemeinsamen Spielen und Käsespätzle genossen. Der Sonntag startete etwas früher, sodass vor der Abfahrt nach Hause, noch eine Tour auf das Skiköpfl und einer Extra-Abfahrt Zeit fand. Als dies mit Freude abgeschlossen wurde, war es Zeit sich auf den Heimweg zu machen, wobei beschlossen wurde: „Nächstes Mal fahren wir früher, dann muss auch nicht getragen werden, auch wenn es dieses Mal wieder super war.“                                                                                                         Bericht u. Bild: Felix Obermeier


Firnfreuden im Fellerer Sand
Nachdem zweiwöchiges Hochdruckwetter die steilen Querungen auf dem Weg zum Westlichen Reifhorn in regelrechte Eisbahnen verwandelt hatte, erschien ein Besteigungsversuch unter diesen Bedingungen wenig sinnvoll.
Ein Ersatz war jedoch schnell gefunden, denn nur ca. einen Kilometer Luftlinie entfernt wartete der südostseitig ausgerichtete Fellerer Sand mit feinsten Firnverhältnissen auf. So machten wir uns früh morgens zu fünft auf den Weg ins Griesltal. Zunächst auf einem flachen Fahrweg noch unproblematisch, dann zunehmend "rustikal" ging es in unübersichtlichem Gelände in Richtung Hirschbadsattel. Dort konnte in den ersten Sonnenstrahlen der Weiterweg in das von Großem Ochsenhorn und Traunspitz eingerahmte Kar begutachtet werden. In griffigem Firn wurden die verbleibenden 500 Hm ins Rotschartl zügig absolviert. Dort sollte die Tour noch nicht zu Ende sein: Der Abstecher zum Traunspitz war doch zu verlockend und so wurde zu Fuß zum Teil doch etwas ausgesetzt das Gipfelkreuz erreicht. Um den Abfahrtsgenuss noch etwas auszuweiten, wurde ein kleiner Gegenanstieg in Kauf genommen, bevor es im tief eingeschnittenen Mairalbgraben teils abenteuerlich zurück zum Parkplatz ging.
Bericht u. Bild: Christian Taubmann


Skitouren-Highlights um die Lindauer Hütte
Wer sie einmal gesehen hat, ist überwältigt: die Postkartenkulisse um die Lindauer Hütte im Rätikon, die stark an die Dolomiten erinnert.
Dorthin führte uns Anfang März eine Sektionstour des DAV  Trostberg.
Wir starteten an der Golmer Bahn mit der Überschreitung des Latschätzkopfes und des Kreuzjoches und fuhren zur Lindauer Hütte ab. Dabei hatten wir eine herrliche Aussicht auf die Gipfelziele der nächsten Tage. Kurzentschlossen nahmen wir gleich am nächsten Tag den „Großen Turm“ mit einer Höhe von 2830 m in Angriff. Bei ungetrübtem Sonnenschein führte der Weg Richtung Öfapass und über den sog. Tiergarten zuerst steil bergauf zum Mittleren Turm und dann zum Großen Turm. Von dort hatten wir einen fantastischen Rundblick auf unzählige Gipfel, soweit das Auge reichte. Nach der schwungvollen Abfahrt genossen wir den wohlverdienten Kaffee auf der Sonnenterrasse vor der Hütte. Tags darauf war unser Ziel die Sulzfluh mit 2817 m. Wir wählten den Weg über das Drusentor, fuhren südseitig ab (wobei wir uns schon in der Schweiz befanden) und querten zum Gemstobel. Dort stapften wir zuerst steil bergauf. Danach ging es schweißtreibend unter den südseitigen Wänden zum Gipfel. Auch hier genossen wir wieder einen Panoramablick der Extraklasse. Die nordseitige Abfahrt durch den beeindruckenden „Rachen“ führte uns zu einer latschendurchsetzten Steilstufe, die noch einmal vollste Konzentration erforderte. Den Schlussanstieg zur Hütte bewältigten wir mit bereits schweren Beinen.
Für einen gemütlichen Ausklang sorgte am letzten Tag die Besteigung der Geißspitze, dem Hausberg der Hütte. In der Nacht war starker Wind aufgekommen, der dafür sorgte, dass wir nur kurz am Gipfel Rast machten. Die Abfahrt erfolgte über die Südflanke zur Hütte und über die breite Forststraße zum Parkplatz. Wir blickten noch einmal hinauf zu den Gipfeln, wo die Windfahnen wehten und waren uns einig, dass diese 4 Tage in Bezug auf Wetter und Lawinenstufe nicht hätten besser sein können.                                                           Bericht: Heidi Falge, Bild: Cordula Dumberger


Tourenauftakt der Wandergruppe
Den Saisonauftakt der Wandergruppe ließ sich eine große Teilnehmerzahl nicht entgehen.Laut Ausschreibung im AV-Heft sollte es eine leichte Winterwanderung auf den Farrenpoint sein.
Die 26 TeilnehmerInnen wurden aber überrascht von meist schneefreien Wegen und Hängen mit ersten Frühlingsblumen. Vom Parkplatz Sagbruck bei Brannenburg ging es über die Schlipfgrubalm und dem "Dreckigen Weg" bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen zum Gipfel des Farrenpoint auf 1273 m. Am schneefreien Gipfelhang genoss die Gruppe ihre Brotzeit und die Aussicht auf den Wendelstein mit seinen schneebedeckten Nachbarbergen. Nach einer ausgiebigen Rast wanderte die Gruppe auf den nahegelegenen Mitterberg. Dort gab es traditionell für alle "Marianne's Medizin", den köstlichen selbstgemachten Schlehenlikör. Anschließend ging es über die Schuhbräualm zur Schlipfgrubalm zur Einkehr. Man ließ es sich in der Sonne bei einem Ratsch gut schmecken bevor nach einem halbstündigen Fußmarsch die Heimfahrt angetreten wurde. Der Saisonauftakt ist gelungen; so könnte es das ganze Jahr über weitergehen!                                                                                                     Bericht u. Bild: Marianne Plank


Februar 2022


Hervorragende Bedingungen beim Skitechnikkurs II
Am letzten Februarwochenende fand wieder der Ausbildungskurs Skitechnik II – besser fahren auf Tour statt. Pünktlich um 7 Uhr wurde die Ausrüstung der sieben Kursteilnehmer im Vereinsbus verstaut und anschließend Richtung Maria Alm aufgebrochen.  Das Ziel, den ersten Tag auf den Pisten ausgiebig an der Skitechnik zu feilen, konnte aufgrund der relativ guten Bedingungen, den nicht zu vollen Skipisten und eines hohen Niveaus der Teilnehmer sehr gut umgesetzt werden. Anschließend ging es zum Hotel Hintermoos. Dort wurden die Zimmer bezogen und der Abend fand in gemütlicher Runde mit hervorragendem Essen und wohlverdientem Bier seinen Ausklang. Am nächsten Tag stand dann eine Skitour auf die „Marbachhöhe“ auf dem Plan. Die Skitour führte die Gruppe über mäßig steile Hänge, durch den verschneiten Wald und die letzten Höhenmeter mit Sonnenschein zum Gipfel. Aufgrund des frischen Windes wurde entschieden, ein kleines Stück abzufahren und unterhalb des Gipfels bei angenehmen Bedingungen zu rasten. Nach eine herrlichen Stärkung fuhren die Teilnehmer über die mit fluffigem Pulverschnee bedeckten Hänge freudig ab. Natürlich wurde auch hier noch etwas an der Skitechnik gearbeitet. Bevor es schließlich zum Ausgangspunkt zurückging, beschloss die Gruppe, die Felle noch einmal aufzuziehen und über einen Forstweg ein kleines Stück aufzusteigen und anschließend abzufahren. Zum Abschluss des schönen Wochenendes gab es zur Belohnung, bei ausgelassener Stimmung und Sonnenschein, noch einen Kaffee und ein großes Stück Strudel.                                                                                                                                                                                                         Bericht u. Bilder: Simon Vogl



„Alle guten Dinge sind Drei!“
Der dritte Versuch, den am nordwestlichen Rand des Tennengebirges gelegenen Scheiblingkogel als Sektionsskitour durchzuführen, sollte ein besonderer werden. Zwar versprach der Wetterbericht für Sonntag zunehmend sonnige Verhältnisse, aber die vorhergesagten geringen Neuschneemengen auf harter Unterlage dämpften die Erwartungshaltung eher etwas. Schließlich wurden wir eines Besseren belehrt. Denn nachdem unsere siebenköpfige Gruppe die unteren beiden Steilstufen problemlos bewältigt hatte, wurde schnell klar, dass in den geschützten, nordseitigen Karen deutlich mehr an feinstem Pulverschnee lag als gedacht. Die Abfahrtsfreuden mussten jedoch zuerst hart erarbeitet werden. Fast drei Stunden dauerte es, bis die Schwerwand die ersten Sonnenstrahlen passieren ließ. Nach einer kurzen Pause wurde der Gipfelaufbau in Angriff genommen. Auch hier gab es nur überraschend wenige abgeblasene Stellen, sodass die letzten Höhenmeter schnell absolviert werden konnten. Nach einer durch kalten Ostwind verkürzten Gipfelrast begann schließlich der Abfahrtsgenuss, der über die gesamte Distanz anhalten sollte. Die Entscheidung, als Variante über die sogenannte "Wies" abzufahren, sorgte Schwung für Schwung für immer neue Eindrücke, sodass die Tour wohl auch erlebnisverwöhnten Routiniers länger in Erinnerung bleiben wird.
Bericht: Christian Taubmann, Bild: Anita Kain


Frühling im Auwald
Trostberg. Nach zwei Jahren unternahm die Seniorengruppe der Alpenvereinssektion wieder eine naturkundliche Exkursion. Dieses Mal startete man in Haslau bei Fridolfing in die Salzachau. Der pensionierte Förster Helmut Uber, der selbst gerne mit den AV-Senioren  unterwegs ist, begleitete die Teilnehmer in sein ehemaliges Forstrevier.
In dem sonnendurchfluteten Wald ging es zuerst an vielen Schachtelhalmen vorbei. Man erörterte die Frage, ob der an den Bäumen hochrankende Efeu diesen schadet. Gleich danach erreichte man die ersehnten, häufig vorkommenden und in voller Blüte stehenden Schneeglöckchen und die ähnlich aussehenden Frühlingsknotenblumen, die unmittelbar nebeneinander vorkamen. Auch weitere Blumen waren zu bewundern, so z.B. die sogenannten „Josefibleame“, auch der Seidelbast blühte schon und einzelne Zitronenfalter flatterten.
Der Tourenbegleiter wies auf die allmähliche Ansiedelung der Vegetation auf dem Schotter nach der letzten Eiszeit hin, auch auf die Besonderheiten eines Niederwalds und wie diesen unsere Vorfahren in der Steinzeit zur Holzgewinnung nutzten. Vor Jahrzehnten siedelte man in der Au Pappeln an, um einen schnellen Holzertrag zu erreichen, heutzutage ist das Interesse für diese Holzart zurückgegangen. Erlen kommen häufig vor, da sie die Feuchtigkeit in der Nähe von Gewässern lieben, während die Fichte auf den dortigen Schwemmböden ungünstige Bedingungen vorfindet.
Geschichtlich ist der kleinteilige Verkauf der Wälder an Landwirte durch das Land zu Beginn des 19. Jahrhunderts interessant. Ein alter Grenzstein von 1820 mit den Buchstaben K.B. (Königreich Bayern) erinnert an diese Zeit der Landvermessung. Der alte mäandernde Verlauf der Salzach ist an einigen Stellen bzw. Altwässern noch zu erkennen. An den Dämmen der Salzach besprach man Hochwasser,  Salztransport und früher vorhandene  Fähren. Helmut Uber beantwortete viele Fragen und vermittelte den 23 Teilnehmern einiges aus seinem großartigen Erfahrungsschatz zum Auwald. Für das herrliche Naturerlebnis galt ihm der herzliche Dank Aller.                                                                                                   Bericht u. Bild: Robert Hesse


Schnuppertage Eisklettern in Matrei
Eisklettern? Nein danke, das ist mir zu kalt und nass.
Dass das nicht immer der Fall ist haben wir letztes Wochenende im Eispark Osttirol erleben können. Bei angenehmen Temperaturen waren auch die Eiskletterbedingungen perfekt. Nicht zu hart und spröde, sondern genau so, dass sich die Eisgeräte gut ins Eis graben.
Allerdings wussten das wohl mehrere Kletterer… Und auch generell ist der Eispark sehr beliebt, denn in diesem künstlich angelegten und gut eingerichteten Eisklettergarten, kann man gut ins Eisklettern reinschnuppern oder auch trainieren. Bei unserer Ankunft im Eispark waren also schon fast alle Routen besetzt, sodass uns nichts Anderes übrig blieb als gleich fortgeschrittene Routen zu klettern.
Für die Jugend natürlich kein Problem. Als ob alle schon immer auf Steigeisen stehen würden und täglich Eisgeräte in der Hand hielten, pickelten sich die Teilnehmer eine Tour nach der anderen nach oben. Neben Eistouren konnte auch das Drytoolen und Mixedklettern, also dem Klettern mit Steigeisen und Eisgeräten im Fels oder einer Kombination aus Eis und Fels, ausprobiert werden. Viel Bewegungsgefühl war also gefragt. Nachdem am Sonntagnachmittag die Arme schon etwas länger wurden und endlich mehr Platz an der Wand war, wurden noch fleißig Eisschrauben gesetzt, Abalakov-Sanduhren, die man zum Abseilen nutzt, gebohrt und gefädelt oder auch mal nur mit einem Eisgerät bzw. ganz ohne geklettert. Auf der Heimfahrt wurde schließlich aufgrund der vielen positiven Erlebnisse das Fazit gezogen, dass Eisklettern doch gar nicht so schlimm ist wie befürchtet ;) Der nächste Ausflug ins Eis kommt also bestimmt!
Bericht u. Bilder: Vroni Krieger


AV-Senioren in der Loipe
Mitglieder der Seniorengruppe fuhren vom grünen Zuhause in das winterliche Inzell zu ihrer ersten gemeinsamen Unternehmung dieses Jahres. Entlang der roten Traun im Inzeller Moos bewegten sich die Skiwanderer in der Loipe der „kleinen Filzenrunde“.
Zunächst war die Spur noch gefroren, sodass bei einzelnen Abfahrten oder Anstiegen gar manche/r die Brettl abschnallte und lieber ein kleines Stück zu Fuß ging. Schon bald bildete sich mit der mittäglichen Erwärmung eine leichte Firnschicht, sodass man nun locker weiterlaufen konnte.  Nach einer Pause drehten die Senioren noch ein bis zwei Runden in der „Sulzbachloipe“.
Den sieben Teilnehmern bereitete der Ausflug an diesem strahlend schönen Wintertag mit reizvollem Blick auf die Bergkulisse große Freunde - auch jenen Teilnehmern, deren Skiausrüstung schon einige Jährchen auf einen Einsatz gewartet hatte.                                                                                                                                          Bericht u. Bild: Robert Hesse


Kletterkurs Toprope
Nach über einem Jahr fand am zweiten Wochenende im Februar endlich mal wieder ein Kletterkurs Toprope statt. Die vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren hochmotiviert, als es morgens um 10 Uhr im Kletterzentrum Waldkraiburg losging.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde gleich mit der Theorie gestartet. Die Sicherungsgeräte wurden erklärt, der doppelte Achter als Einbindeknoten geübt und der Gurt richtig angezogen. Allein mit der Theorie sind die ersten eineinhalb Stunden schon wie im Flug vergangen.
Anschließend durften alle schon an die Wand, um die Theorie in der Praxis zu vertiefen. Schnell wurde klar, dass die Höhe das größte Problem dabei ist, aber nach ein paar Runden traute sich jeder ganz hoch und es wurde immer selbstständiger geklettert.
Ein schöner Abschluss war noch ein kurzes Zusammensein bei bestem Wetter an der Außenwand.                           Bericht u. Bilder: Daniel Hartl



Familientour zum Schlittenfahren auf die Nattersbergalm
Bei strahlendem Sonnenschein machten sich Mitte Februar, sieben Kinder in Begleitung von vier Erwachsenen mit Schlitten und Bobs vom Parkplatz Seegatterl auf den Weg zur Nattersbergalm. Obwohl der Parkplatz innerhalb kürzester Zeit bis auf den letzten Platz belegt war, führte der Aufstieg auf der verschneiten Forststraße auf nahezu einsames Almgelände. Der glitzernde Schnee bot viele Spielmöglichkeiten für die Kinder, die sich kaum Zeit für die wohlverdiente Brotzeit in der Sonne nahmen. Nach einer ausgiebigen Pause wurden die Sitzplätze auf Bobs und Schlitten verteilt und die Gruppe genoss die Abfahrt auf der perfekt präparierten Rodelbahn.
Bericht u. Bild: Lisi Fuchs


Rosenheim Stuntwerk
Nach einer längeren Pause, unternahm die Jugend Anfang Februar endlich wieder einen Ausflug. Diesmal ging es in die neue Boulderhalle nach Rosenheim, das Stuntwerk. Gegen 10 Uhr brachen die Jugendlichen mit dem DAV Bus Richtung Rosenheim auf und waren nach einer reibungslosen Fahrt alle top motiviert, wieder alles zu geben. Nachdem die einen oder anderen Boulder geschafft waren, wurde es auch schon wieder Zeit für eine Pause, um zu regenerieren und um am frühen Nachmittag nochmal richtig durchzustarten zu können. Teamgeist wurde in der Gruppe groß geschrieben, wodurch der ein oder andere Boulder gemeinsam doch noch gemeistert oder eine neue Herausforderung angegangen wurde. Nach einer 5-stündigen Session waren alle fix und fertig und beschlossen gemeinschaftlich den Heimweg anzutreten. Die Teilnehmer hatten alle sehr viel Spaß und beschlossen: „Ins Stuntwerk da komm ma nomoi hin“.                                                           Bericht u. Bild: Felix Obermeier


Klettertreff im Kletterzentrum Waldkraiburg
Eine bunt gemischte Truppe fand sich beim ersten Klettertreff im Kletterzentrum Waldkraiburg ein. Mit dem AV-Bus ging es gemeinsam von Trostberg nach Waldkraiburg, um dort den Feierabend unter Gleichgesinnten zu verbringen. Zahlreiche Routen in allen Schwierigkeitsgraden incl. Boulderbereich stehen den Kletterern dort zur Verfügung. Bis kurz vor Hallenschließung um 22 Uhr wurde fleißig trainiert, sodass die Feierabendhalbe um so besser schmeckte! Der Klettertreff wird von ausgebildeten Klettertrainern begleitet, die jederzeit Tipps geben.
Der Klettertreff findet jeden ersten Dienstag im Monat statt. Abfahrt ist jeweils um 17.30 Uhr beim Autohaus Hochreiter. Nähere Infos und Anmeldung bei Daniel Hartl unter Tel. 0171 2827720 oder hartl.daniel83@gmail.com                                                              Bericht u. Bild: Anita Kain


Skitour Haaralmschneid
Die Haaralmschneid war lange Zeit eine wenig begangene kleine Skitour in den Chiemgauern. Mit etwa 700 Hm vom Parkplatz Urschlau ist sie eine ideale Eingehtour.
Acht Trostberger Sektionsmitglieder erlebten am vergangenen Wochenende bei schönem Wetter einen herrlichen Skitag. Der Aufstieg von der Urschlau über den Wanderweg und später über die Fahrstraße war in knapp 2 Stunden erledigt. Nach einer Pause erfolgte der weitere Aufstieg über weite Hänge. Die Abfahrt war dann reines Skivergnügen auf harter, tragfähiger Unterlage mit einer Neuschneeauflage. Wegen der idealen Verhältnisse wurde der Gipfelhang gleich zweimal gefahren. Die Abfahrt über die Forststraße gestaltete sich dann leider schwieriger. Der Schnee wandelte sich dann in leichten Bruchharsch, so dass große Teile der Abfahrt im anstrengenden Pflug zurückgelegt werden mussten. Wegen der guten Schneelage war dann allerdings die Abfahrt um den Grünberg bis zurück zum Parkplatz möglich.                                                                                                                                          Bericht und Bild: Georg Aignesberger


Januar 2022


Skitour zum Stahlhaus
Das Stahlhaus ist ein beliebtes Ziel für Tourengeher und dient z. B. als Stützpunkt der wohl bekanntesten Skitouren in den Berchtesgadener Alpen der „großen“ und der „kleinen Reib`n“. Aber auch als eigenständige Tour ist das Stahlhaus lohnend.
Acht Mitglieder der Sektion Trostberg des Alpenvereins, machten sich an einem sonnigen Sonntag vom Parkplatz Hinterbrand auf den Weg zum Stahlhaus. Die Tour führte in etwa 2,5 Std. über die Mittelstation der Jennerbergbahn zur Königsbachalm und weiter über die Königstalalm, vorbei am Schneibsteinhaus, zum Stahlhaus, wo eine ausgiebige Mittagspause eingelegt wurde. Die Abfahrt über die Jennerpiste war dann wegen der allgemeinen schlechten Schneelage leider vereist. Das herrliche Wetter und die schöne Landschaft sorgten aber trotzdem bei allen Teilnehmern für beste Stimmung.                                    Bericht und Bild: Georg Aignesberger


Skitour mit LVS-Suche im Geigelsteingebiet
Aufgrund des unwirtlichen Wetters beschränkte sich die Skitour auf den Zustieg zur Wuhrsteinalm. Dabei mussten wir uns einigen Regenschauern und Sturmböen wehren. Im Regen- und Windschatten der Hütte wurde erst mal alles angezogen was im Rucksack reinpasste. Danach erfolgte eine kurze Einweisung in der Funktionsweise der LVS-Geräte und der Sonde. Im Anschluss wurde dann eine Einfachverschüttung unter tatkräftiger Anleitung geübt. Bei der zweiten Runde agierten die Teilnehmer selbständiger und schon präziser. Zum Abschluss wurde noch eine Mehrfachverschüttung simuliert. Nachdem alle Sender wieder ausgegraben worden sind, fand noch eine kurze Nachbesprechung statt. Dann ging es mit kräfitgem Rückenwind durch immer pappiger werdenden Schnee bergab.                                                       Bericht u. Bild: Max Neustifter


AV-ler auf Lehrskitour in der Hochries unterwegs
„Skitourengeher fährt in 45 Grad steilen Osthang ein, wird von einer Lawine 100 Meter mitgerissen und von der Bergwacht unterkühlt, aber unverletzt geborgen.“ Auf diesen Schutzengel wollten sich sechs Mitglieder der Alpenvereinssektion Trostberg nicht verlassen. Sie trafen sich zunächst zu einem Ausbildungsabend, um dort mit Hilfe von Führerliteratur und Tourenportalen ein mögliches Ziel für das bevorstehende Wochenende zu finden. Mit dem Studium von Lawinenlagebericht, Wetterbericht und digitalen Karten kristallisierte sich das Abereck (ca. 1500 m) im Hochriesgebiet als durchführbares Ziel heraus. Die Tools von alpenvereinaktiv.com leisteten hier gute Dienste. Am Parkplatz Ledererstube wurden dann am Sonntag früh die LVS-Geräte gecheckt, später an verschiedenen Wegpunkten mit der AV-Karte in Papierform der jeweilige Standort bestimmt und der Weiterweg festgelegt. Mögliche Gefahrenstellen neben der Aufstiegsspur wurden erkannt und bewertet. Daneben ging sich auch noch ein Spitzkehrentraining aus. Am unbedeutenden Gipfel angelangt, lockte die Abfahrt zur Aberg-Alm. Die Gruppe checkte mittels Karte die Hangsteilheit und Hangrichtung und überprüfte diese Angaben mit der AV-SnowCard. Es gingen sich einige schöne Schwünge aus. Jetzt hieß es, wieder anfellen und zurück zum Abereck. Der Schnee vom Gipfel Richtung Eiskeller war toll zu fahren, lediglich auf dem letzten Stück zum Zellboden war der Schnee durchfeuchtet und damit kraftraubend. Bei Kaffee und Kuchen in einem Schnellrestaurant (etwas anderes hatte nicht offen) waren sich alle einig: Die Tour der Trostberger war an diesem Tag sicher, ihr Schutzengel hatte heute Pause.                                              Bericht + Bild: Armin Kain


Ausbildungskurs „Skitechnik I – besser fahren auf der Tour“
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation entschlossen sich die Organisatoren den Kurs von zwei Tagen mit Übernachtung auf einen Tag zu verkürzen. Als Reiseziel wurde schließlich das Skigebiet Winkelmoos/Steinplatte gewählt. Um den Skitag ausgiebig nutzen und möglichst viel an der Skitechnik feilen zu können, traf sich die Gruppe mit 10 Teilnehmern und 2 Kursleitern bereits um 7 Uhr, um das Skigebiet frühzeitig zu erreichen. Nach dem Kauf der Skikarten wurden die ersten Abfahrten zum „einfahren“ genutzt und um sich an die vorherrschenden (Schlecht-) Wetterbedingungen zu gewöhnen. Anschließend wurde mit Hilfe verschiedener Übungen an der richtigen Skitechnik gearbeitet. Aufgrund des starken Schneefalls war zwar die Sicht etwas beeinträchtig, was aber durch den frischen Pulverschnee auf den Pisten wieder entschädigt wurde. Durch die mitgebrachte Motivation und Freude jedes Teilnehmers, war es möglich den ganzen Tag konzentriert und erfolgreich an der Skitechnik zu arbeiten und viel zu fahren.                                                                                                                                                                                                Bericht u. Bild: Simon Vogl


Skitourenkurs für Anfänger
Mitte Januar konnten wieder eifrige Mitglieder der DAV-Sektion Trostberg einen Skitouren-Anfängerkurs über 3 Tage im Spitzingsee-Gebiet unter der Leitung von Max Neustifter und Johannes Vogl absolvieren. Trotz geringer Schneelage konnte die Lawinenausrüstung und deren Handhabung ausgiebig getestet und geübt werden.
Die Abende wurden für theoretische Schnee- und Lawinenkunde genutzt. Abgeschlossen wurde der Kurs mit einer von den Teilnehmern selbständig geplanten Skitour.
Mit diesem Kurs hat die Trostberger Sektion interessierten Mitgliedern das nötige Grundwissen vermittelt, um eigenständig die ersten Touren im Gelände durchführen zu können.
Bericht u. Bild: Johannes Vogl


Boulderwelt München
Anfang Januar unternahm die Jugend des DAV Trostberg einen Ausflug in die Boulderwelt München Ost, eine der größten Boulderhallen der Welt. Um 9 Uhr begann die entspannte Anreise von Trostberg aus mit dem Zug nach München. Nach der coronabedingten langen Kletterpause, war die Motivation aller Teilnehmer sehr hoch und so starteten alle nach der 1,5-stündigen Anreise gleich mit den ersten Bouldern. Trotz der einen oder anderen Schwierigkeit, wurden die meisten Routen letztendlich erfolgreich bezwungen. Auch an verzwickten Stellen motivierten sich die Kletterer gegenseitig zu Höchstleistungen. Gegen Mittags legten die Jugendlichen eine Pause zur Regeneration ein und stärkten sich bei einer gemeinsamen Brotzeit. Anschließend konnte nochmal mit Begeisterung weitergemacht werden. Nach weiteren 3 Stunden Klettern schwand allmählich bei jedem die Kraft und so wurde der Heimweg angetreten. Es war ein erfolgreicher und lustiger Tag, an dem jeder auf seine Kosten kam.
Bericht u. Bild: Obermeier Felix


Neujahrstour - Einsamkeit pur!

Das eigentliche Ziel zum Zwölferhorn war wegen der derzeitigen Coronaauflagen nicht möglich.
Deswegen hab ich mich als Alternative für den Toten Mann entschieden.
Bei diesem Traumwetter normal ein überlaufener Berg, was man gerne meidet. Aber nicht als Neujahrstour. Da hat man bei jeden sonst so überrannten Berg seine Ruhe.
Beim Gasthof Gerstreit in Maria Gern hat der Tag begonnen. Anfangs steil einen Waldpfad hoch bis der Pfad an einer Straße abzweigt. Anschließend immer der Straße folgend, kamen wir an der Stelle raus, wo man auch von Schwarzeck hochgehen kann.  Auf den Weg hatten wir immer wieder tolle Ausblicke zum Watzmann und Hochkalter.
Weiter der Straße entlang waren wir bereits am frühen Vormittag am Gipfel, zu früh für eine Brotzeit. Deshalb gab es nur eine kleine Rast und Fotopause. Mit Absprache aller Teilnehmer haben wir uns entschlossen, weiter zum Götschenkopf zu wandern.
Der Weg ging nordseitig einen Waldpfad entlang. Nach ca. einer Stunde haben wir auch den Götschenkopf erreicht. Anfangs waren nur einige Skifahrer am Gipfel gesessen. Später hatten wir den Berg für uns alleine. Die Aussicht war grandios in alle Richtungen. Nach einer sehr ausgiebigen Gipfel – und Fotopause ging es weiter im Abstieg zum Gasthaus Söldenköpfl. Kurz vor der Wirtschaft machten wir noch einen Abstecher zum Söldenköpfl, der als Gipfel nicht erkennbar ist. An der höchsten Stelle sind wir im flachen Gelände mitten im Wald gestanden, was uns aber nichts ausmachte. Die Tour zum Toten Mann hat sich am Ende als eine 3-Gipfelrunde ergeben.
Bei der Wirtschaft gab es noch eine Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen mit herrlicher Aussicht auf die Berchtesgadener Alpen, bevor der Rückweg zum Auto über den Soleleitungsweg erfolgte.                                                                                                               Bericht u. Bilder: Franz Pöschl


Auf den Spuren des Heinz von Stein
Es ist schon Tradition geworden, dass die sehr rührige und fitte Seniorengruppe am Silvestervormittag eine etwa zwei bis dreistündige Wanderung durch die nähere Umgebung macht. Geleitet werden die Wanderungen von Regina Grundner, die es nicht beim Gehen allein belässt, sondern jedesmal Wichtiges und Interessantes über die Region und ihre Kultur erzählt.
Großes Glück hatte die Gruppe mit dem Wetter. Tagelang hatte es geregnet und der Nebel zog umher. Am Silvestertag aber war von morgens bis abends prächtiges Wetter, was alle sehr genossen.
Geparkt wurde in Stein beim Gasthof Martini. Grundner wies gleich auf die Allee mit der Nepomuk Kapelle hin, die mitten in einem hallstättischen Gräberfeld liegt. Auch auf den Brunnen im Schlosspark mit den sechs steinernen Götterstatuen, die von dem berühmten Steinmetz aus Trostberg, Joseph Benedikt Kapfer stammen,  machte sie aufmerksam.

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LVS Übung der Jugend
Was tun, wenn es zum Ernstfall eines Lawinenabgangs kommt? Das übte die Jugend des Alpenvereins am Volksfestplatz. Der Ablauf eine LVS Suche wurde besprochen und anschließend geübt. Natürlich wurde auch der Umgang mit der Lawinensonde geübt.
Nur unsere Schaufeln konnten nicht zum Einsatz kommen, dazu fehlte leider der Schnee. Dafür konnten noch einige Fragen zum restlichen Ablauf bei einem Lawinenunfall besprochen werden, unter anderem wann soll man die Bergwacht rufen, wie wird ein Lawinenopfer nach dem Ausgraben versorgt und vieles mehr…
Bericht u. Bild: Daniel Stadler