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News



Juli 2021


Rundtour zwischen dem Zahmen und dem Wilden
In einer aussichtsreichen Rundtour über den Feldberg zum Stripsenkopf konnte sowohl der Zahme als auch der Wilde Kaiser in seiner ganzen Pracht bestaunt werden. Die achtköpfige Wandergruppe der DAV Sektion Trostberg machte sich Ende Juli früh morgens los Richtung Kaiserbachtal in Tirol. Von dort ging es in der schwülen Morgensonne Richtung Feldberg (1813 m), auf dem eine ausgiebige Brotzeit eingenommen wurde. Mit Blick auf die großen Kalkwände des Wilden Kaisers auf der einen, sowie die Sicht auf den Zahmen Kaiser auf der anderen Seite, folgte der Weg weiter auf den Stripsenkopf (1807 m). Nach kurzer Rast im Gipfelpavillon mit Rundblick ins Tal und die umliegenden Gipfel, ging es nach insgesamt 1000 Hm schweißtreibenden Aufstieg nur noch bergab zur wohlverdienten Einkehr ins Stripsenjochhaus auf 1605 m. Gestärkt nach Kaspressknödel, Topfen und Kaiserschmarrn machte sich die Gruppe auf den Rückweg durch das Kaiserbachtal zum Parkplatz. Auf dem Abstieg durch die verschiedenen Vegetationszonen sorgte nur noch eine Gams auf einer Schutthalde für eine letzte kurze Pause. Die vielfältigen Ausblicke auf die Gipfel, die Einblicke in die Natur, sowie die interessanten Gespräche ließen die insgesamt 7-stündige Tagestour kurzweilig erscheinen.                                                           Bericht u. Bilder: Olga Bobnew


MTB-Tour Dolomiten
Mitte Juli  startete früh morgens eine 9-köpfige Gruppe nach Lajen, zum Startpunkt der Tour. Von hier radelten die Biker im waldigen Gebiet auf Schotterwegen stets steil bergan über die Unterpulghütte und Ramitzler Schweige zum Tschatterliner-Sattel. Von hier wurde das Gelände teils unfahrbahr und die Biker und Bikerinnen schoben oder trugen ihr Radl bergauf. Als dieser Streckenabschnitt schweißtreibend bei der Heiligkreuzkapelle unterhalb des Ausserraschötzes erreicht war, wurden die AV-ler mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Nach einer kurzen Rollzeit war auch schon die Raschötzhütte erreicht, auf der übernachtet wurde. Nach einer Cappuccinopause wanderten die Teilnehmer noch auf den nahegelegenen Ausserraschötz, von dem eine grandiose Aussicht zum Sellastock, Lang- und Plattkofel, Geislerspitzen, Schlern, Seiser Alm, den etwas wolkenverhangenen Alpenhauptkamm und Marmolada genossen werden konnte. Gut ausgeschlafen und gestärkt radelte die Gruppe am nächsten Tag über den Grödner Höhenweg und dann vom Broglessattel auf einem 400-Höhenmeter-Trail zur Seccedabahn-Mittelstation hinab. Hier kamen so manche BikerInnen ins Schwärmen. Nach einem steilen Anstieg zogen die blütenreichen Almwiesen die Blicke auf sich. Noch eine Einkehr in einer der vielen Almen und Gasthöfe und dann ging es auf Schotterwegen nach St. Ulrich. Nachdem ein Teil des Poststeigs mit Schieben bewältigt war, radelte die Gruppe auf der Fahrtstraße hinauf zum Ausgangspunkt, wo die Biker und Bikerinnen mit herrlichen Eindrücken, Stolz und unfallfrei zurückkehrten.
Bericht: Jürgen Gleisinger, Bilder: Anita Kain


Zu Besuch am Schachenhaus

Die Wandergruppe der Sektion Trostberg fuhr mit dem Zug, unter Einhaltung der 3G-Vorschriften (g’woschn, g’strieglt, g’schneizt) von Bad Endorf nach Garmisch um zum Schachenhaus zu gehen. Das Schachenschloß war leider coronabedingt nicht zu besichtigen. Nach einer kurzen Busfahrt zum Skistadion ging die Tour los.
20 WanderInnen marschierten zur Partnachklamm und durch diese hindurch, wobei die wildrauschende türkisfarbene Partnach sehr beeindruckte. Bei Sonnenschein wanderte die Gruppe dann immer an der wildromantischen Partnach entlang bis zum Einstieg in den Reintalsteig. Nach einer kurzen Brotzeit ging es in Serpentinen steil bergan, immer gesäumt von einer vielfältigen Blumenpracht wie Storchschnabel, Enzian, Trollblumen und vielem mehr. Auch der Blick ins Reintal und die umliegenden Gipfel war grandios. Nach einem schweißtreibenden Aufstieg kam die Gruppe am Nachmittag am Schachenhaus auf 1867 m an und stärkte sich mit kühlen Getränken sowie Kaffee und Kuchen. Das Lager wurde bezogen und später das Abendessen in reicher Auswahl genossen. Bei einem Ratsch und Rotwein im „Salettl“ klang der wunderbare Tag aus.
Nach dem Frühstück wurde der Alpengarten mit Blumen und Gewächsen aus aller Welt besichtigt.
Zufrieden und beeindruckt ging die Gruppe über die Wettersteinalm und den Schützensteig nach Mittenwald zum Bahnhof. Auch diesen Weg säumten unzählige Blumenarten. Mit dem Zug ging es am späten Nachmittag zurück in die Heimat.                                                                                                                                           Bericht u. Bilder: Marianne Plank


Hochtourenwochenende der Jugend
In Vorbereitung auf die Hochtourenwoche im August im Aostatal nutzte die Trostberger Alpenvereinsjugend das erste Juliwochenende, um auf dem Gepatschgletscher nochmals zu üben.
Nach einer recht langen Fahrt ins Kaunertal und kurzen Materialproblemen ging es gleich hinauf zum Gepatschgletscher. Ein paar Schilder mit Jahreszahlen zeigten eindrucksvoll und erschreckend, wie stark der Gletscher in den letzten Jahren zurückging. Am Gletscher angekommen, stellte sich heraus, dass einer der Teilnehmer seine Steigeisen im Auto vergessen hat. Also hieß es, ein paar Extra-Höhenmeter zu machen. Wie heißt es so schön: „Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Füßen.“ Der Gletscherbruch stellte ein ideales Übungsgelände dar. Zunächst wurde das Gehen mit Steigeisen geübt, immerhin standen ein paar der Teilnehmer das erste Mal auf Steigeisen. Frontalzackentechnik, Vertikalzackentechnik, mit und ohne Pickel in verschiedenen Steilheiten -  alles wurde ausprobiert. Irgendwann packte alle der Ehrgeiz. Oscar Eckenstein wäre stolz gewesen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil war die Spaltenbergung. Am ersten Tag wurde die Spaltenbergung in der Dreierseilschaft über die lose Rolle geübt. Damit wurde jeder einmal aus der Gletscherspalte „befreit“. Dann ging es hinunter zum Gepatschhaus. Hier verbrachten wir noch einen gemütlichen Abend und konnten am nächsten Tag gut erholt ein zweites Mal zum Gletscher starten. Nun stand noch das Erlernen der Selbstrettung auf dem Plan. Das ist vor allem in kleinen Seilschaften wichtig. Aber auch die Selbstrettung stellte die Gruppe vor keine größeren Herausforderungen. Aber man merkte, dass ein gutes Seilhandling nicht nur beim Klettern wichtig und hilfreich ist. Es macht einem auch auf dem Gletscher das Leben um einiges leichter. Nach ein paar weiteren Steigeisenübungen ging es am Nachmittag dann wieder hinunter zu den Autos und der lange Heimweg wurde angetreten. Somit sind nun alle bestens gerüstet für die weiteren Hochtouren. Das Aostatal kann kommen.
Bericht u. Bilder: Anna Stadler


Bike & hike im Kaisergebirge
Fünf Mitglieder des Trostberger Alpenvereins starteten mit dem Bergradl von Kufstein (500 m). Die Restbewölkung, resultierend aus den nächtlichen Niederschlägen, sorgte für eine eher klamme Atmosphäre. Gottseidank ging es gleich zackig bergan auf einer Forststraße, welche im Winter als Rodelbahn genutzt wird. Bis zum Aschenbrennerhaus lässt die Steigung nicht nach. Der Name Aschenbrenner ist den Trostbergern hinlänglich bekannt von der Nanga-Parbat-Expedition 1934 unter der Leitung von Willy Merkl. Aschenbrenner und Schneider überlebten damals das Schnee-Inferno. Über das Brentenjoch radelten die Trostberger in beständigem Auf und Ab zur Kaindlhütte (1.280 m). Zu Fuß ging es zum Widauersteig in der Nordseite des Scheffauers (2.111 m). Die Sonne setzte sich mehr und mehr durch. Die Gipfelschau war jedoch eingeschränkt, weil alle höheren Gipfel in Wolken steckten. Über den Widauersteig ging es auch wieder zurück. Der Steig ist frisch saniert und immer wieder mit Drahtseilen gesichert. Nichtsdestotrotz ist hier der schwindelfreie, trittsichere Bergsteiger gefordert. An einigen Stellen ist Stürzen keinesfalls erlaubt. Kaffee und Kuchen auf der Terrasse der Kaindlhütte füllten die Speicher wieder auf. In flotter Fahrt ging es talwärts, bis ein kurzer, knackiger Anstieg zum Brentenjoch die mentale Stärke der Trostberger noch einmal auf die Probe stellte. Über einen Trail inmitten einer Skipiste erreichte die Gruppe die Duxer Alm, von der ein weiterer Trail mit interessanten Kehren Richtung Sparchen, der Talstation des reaktivierten Kaiserlifts, führt. Die nicht mehr ganz jugendlichen Teilnehmer steckten die annähernd 2.000 Höhenmeter erstaunlich gut weg.                                                Text und Bilder: Armin Kain


Senioren 4 Tage im Bayerischen Wald

Wanderbegleiter Günter Altinger gab den Teilnehmern über die Vielfalt in der größten Waldlandschaft Mitteleuropas interessante Einblicke.
Am Ankunftstag wanderten die 13 Teilnehmer von der Unterkunft aus bei 28° C und hoher Luftfeuchtigkeit hinunter in die Buchberger Leite, die angenehmere Temperaturen spendete, in eine beeindruckende Schluchtlandschaft. Die Wanderung durch diese wildromantische Schlucht, mit Moos überzogenen Gesteinsformationen und Pfahlfelswänden wurde ausgezeichnet als eines der schönsten Geotope Bayerns. Der Wechsel zur anderen Seite der Leite geht über eine Hängebrücke, erstellt 1952, die als Arbeitswegverkürzung zum Carbitwerk diente. Heute werden synthetische Schmucksteine produziert.
Am nächsten Tag wurde bei etwas kühleren Temperaturen der Siebensteinkopf erwandert. Der Besuch des Freilichtmuseums Finsterau, eines Baumwipfelpfades anstatt der Besteigung des Lusens und einige weitere interessante Unternehmungen dienten bei der schlechten Witterung als lohnendes Alternativprogramm.                      Bericht u. Bilder: Günter Altinger


"Von der Halle an den Fels"
Ein erstes Kennenlernen in der Trostberger Halle mit viel Theorie und etwas Praxis war am Freitagabend für die beiden Teilnehmerinnen angesagt. Nach fast vier Stunden fühlten wir uns gut vorbereitet für den nächsten Tag am Fels.
Um acht Uhr starteten wir in Richtung Zellerwand, an der trotz bester Bedingungen erstaunlich wenig los war. So konnten wir gleich in den einfachen Routen das Gelernte vom Vortag wiederholen und vertiefen. Dabei hatten die beiden Teilnehmerinnen eine Eins-zu-eins Betreuung, sodass wir mittags auch schon in einen anderen Sektor mit schwereren Routen wechseln konnten. Da die Beiden sehr schnell das Gelernte umsetzen konnten und immer selbstständiger kletterten, war auch für die Trainer Zeit, die eine oder andere Route zu genießen.
Eine gemütliche Einkehr in einem Biergarten war der gelungene Abschluss von einem schönen Kletterkurs, der ein Geburtstagsgeschenk für eine der Teilnehmerinnen war.
Bericht: Daniel Hartl, Bilder: Daniel Hartl u. Hubertus Huber


„Abenteuer pur“
Endlich wieder ins Abenteuer durften 10 Jugendliche des DAV Trostberg und ihre Betreuer.
Fast unerwartet aber voller Vorfreude startete die Gruppe am Freitagnachmittag nach Weißbach bei Lofer. Da die Gruppe bereits zum dritten Mal sein Quartier auf der Ferienwiese Weißbach aufschlug, war das Gelände allen schon bestens bekannt. Schnell richteten sich alle in ihren gemütlichen Tipis ein und los ging es zum Fußball. Erst als der Ball im Dunklen nicht mehr zu finden war, kehrten alle hungrig zurück zum Abendessen. Um nach einer kurzen Nacht schnell wieder fit zu werden, ging's gleich morgens auf zum Canyoning. Aus luftigen Höhen wurde hier gerutscht, gesprungen und abgeseilt.“Adrenalin Pur!“
An der Ferienwiese wurde in der noch wirklich kalten Saalach gebadet, viel Fußball und Volleyball gespielt, gechillt, geratscht, gegrillt und vieles mehr.
Trotz einer zweiten kurzen Nacht ging es am Sonntag noch zu Fuß auf die Hochalm zum Mittagessen. Und wie lecker schmeckte da der Kaiserschmarrn, die Würstel und die Kaspressknödel. Ein gelungenes Gemeinschaftserlebnis nach langer Entbehrung.                                                                                                                                           Bericht u. Bilder: Maria Stiedl


Juni 2021


„Radln dahoam“
Bei noch kühlen Temperaturen starteten am Sonntag die Teilnehmer von Trostberg aus auf Feldwegen über Oberbuch und Tyrlaching, auf dem Radweg nach Kirchweidach. Entlang an bunt blühenden Feldern weiter nach Halsbach zur Panoramastation Alpenblick.
Nach einem Abstecher zur Waldbühne erfreuten Rundblicke über das Salzachtal entlang des Plattenberges nach Asten.
Die Tour führte weiter zum Rainbichel, der höchsten Erhebung im Lkr. AÖ. Dieser bot nochmals einen einzigartigen Rundblick, der zum Verweilen einlud. Mit Aussicht auf einen herrlich kühlen Biergarten begab man sich auf die letzte Etappe, um abseits der Straßen den Biergarten in Purkering zu erreichen. Mit zahllosen Bergpanoramablicken auch unterwegs, kann man diese Radtour durchaus als  Genußtour bezeichnen, die zudem direkt vor der Haustür liegt!                                                         Bericht u. Bilder: Gaby Wiblishauser


Blumentour mit schönen Ausblicken
Die Wandergruppe der Sektion Trostberg wählte das Schönfeldjoch als erstes Wanderziel in 2021. Nach ca. 1 stündiger Fahrt zum Ursprungpass gingen die 15 WanderInnen bei Hitze und Sonnenschein zunächst über eine steile Wiese, dann durch Wald und später über freies Bergwiesengelände zum Heimkehrerkreuz (1690 m), von dort zum Schönfeldjoch (1716 m), weiter zur Wildenkaralm und schließlich über die Schönfeldalm zurück zum Parkplatz. Der Weg verwöhnte mit weiten Ausblicken und einer wahren Blumenpracht: Enziane, Schusternagerl, Knabenkraut, weiße Waldvögelein, Silberwurz und viele andere Arten säumten den Wegesrand. Oberhalb der Karalmen legten die Wanderer eine kleine Mitttagsrast ein. Nach ca. 6 Stunden Gehzeit war der Ausgangspunkt wieder erreicht. Ein kühles Fußbad im Bach rundete den wunderschönen Tag ab.                                                                                                                    Bericht u. Bilder: Petra Herbst


Ausschwitzen auf dem Zeppezauerhaus
Nach ewiger Coronazwangspause können nicht mal die heißen Temperaturen von über 30°C, die Alpenvereinsjugend aufhalten, um endlich wieder gemeinsam eine Tour zu unternehmen. Unser Ziel war das Zeppezauerhaus unterhalb des Salzburger Hochthrons am Untersberg gelegen. Von Marktschellenberg gings in der prallen Sommerhitze, zuerst durch den Wald und anschließend unterhalb der Südwand zum Dopplersteig, wo uns unzählige Stufen, auf die Hochebene des Untersbergs bringen. Zum Glück lagen einige Schneefelder auf dem Weg, die für willkommene Abwechslung sorgten. Auf der Hütte wurden wir äußerts freundlich empfangen und es dauerte auch nicht mehr lange bis wir das großartige Abendessen genießen konnten. Bei Kartenspielen und einem wunderschönen Sonnenuntergang ließen wir den Tag ausklingen. Am nächsten Tag ging es dann über den gesamten Untersberg, Gott sei Dank mit wenigen Höhenmetern, hinüber zum Berchtesgadener Hochthron. Hier verschluckte uns der Berg in einem kleinen Loch und durch eine kleine Höhle kamen wir direkt unterhalb der mächtigen Südwand wieder ans Tageslicht. Leider etwas zu spät um zwei Trostberger Topkletterer bei ihrer neuesten Erstbegehung zu beobachten. Über den anspruchsvollen Steig ging es weiter, unter der Südwand entlang zum Scheibenkaser und von dort weiter nach Marktschellenberg. Wir freuen uns schon auf die nächste Tour.                                           Bericht u. Bilder: Daniel Stadler



Klettern an der Steinlingwand
Nach mehreren Versuchen in Folge, einen Klettertag an der Steinlingwand zu verbringen, klappte es diesmal unverhofft.

Das eigentliche Ziel, Klettern über der Mitterkaseralm, wurde kurzerhand ad acta gelegt, da die Bedingungen für die Steinlingwand nicht besser hätten sein können. Mindestens 3 regenfreie Tage und warmes Wetter werden benötigt, um an der nordseitig, auf ca. 1400 m Höhe, gelegenen Wand zu klettern. Und es hat sich gelohnt!
Nach dem Aufstieg von 1,5 Std. vom Parkplatz Hintergschwendt konnten die 4 Frauen und ein Mann die leichten bis mittelschweren Kletterrouten bei angenehmen Temperaturen genießen. Der unglaublich raue Fels bietet Klettereien durch teils steile Wasserrillen. Nur einen Katzensprung entfernt liegt die Steinlingalm, die im Anschluss des herrlichen Klettertages zur Einkehr einlud.
Ein erfrischendes Bad im Chiemsee durfte selbstverständlich nicht fehlen.
Bericht u. Bild: Anita Kain


Alpinkletterkurs durfte endlich stattfinden!
Wer wartete nicht schon sehnsüchtig auf die Draußen-Saison am Fels? Endlich war das Wetter gut, hohe Wände wollen beklettert werden – und es fehlte nur noch das Mehrseillängen Know-How?
Da ja leider letztes Jahr schon der Alpin-Kletterkurs der Pandemie zum Opfer gefallen war und auch
dieses Jahr die Zeichen lange schlecht standen, mussten Alle bangen – gerade noch rechtzeitig kam dann aber das Okay vom DAV: Sport mit mehreren Teilnehmenden wieder erlaubt! Jipieee!
Statt wie geplant ein Hüttenwochenende auf dem Stahlhaus zu verbringen, musste der Zeitplan leider gestrafft und abgespeckt werden. So gab es zwei einzelne „Tagesausflüge“, bei denen die Teilehmenden für die Alpinsaison fit gemacht wurden.
Samstags ging es bei bestem Wetter in den Klettergarten nach Ruhpolding. Schon beim kurzen Ausrüstungscheck am Anfang konnte herauskristallisiert werden, was das Essenzielle beim Alpinklettern ist: natürlich die Brotzeit! Danach wurde auch schon fleißig Standplatzbau geübt und optimiert. Gerade Seilhandling und Übersichtbehalten sind ja anfangs oft ein wenig fordernd. Danach wurde das Abseilen geübt und anschließend konnten alle in die erste kleine Mehrseillänge starten.
Der zweite Tag war sowohl zustiegs- als auch wettertechnisch eine größere Herausforderung. Hatten wir natürlich so bestellt, man muss seine Schützlinge ja auf alle Eventualitäten am Berg vorbereiten... ;-) Am Hohen Brett an der Wand hinter der Mitterkaseralm sollte der zweite Klettertag stattfinden. Sau windig und a bissl nass wars da! In deutlich alpinerem Gelände wurde hier das angewendet, was am ersten Tag gelernt wurde. So konnten Mehrseillängen im fordernden Gelände geklettert, Standplätze an ungemütlichen Stellen gebaut und durch die Latschen abgeseilt werden. Seilverhau natürlich inklusive! Bei einem Bierchen an der Mitterkaseralm ließen die Teilnehmer und die Kursleiterinnen den Tag ausklingen. Hochmotiviert wurden direkt Pläne für 2022 geschmiedet: ein Alpinkletterkurs für Fortgeschrittene sowie ein Technik-Kurs am Fels sind in Planung!
Jetzt stehen hoffentlich alle gut gewappnet in den Startlöchern für den beginnenden Alpinsommer und fühlen sich jetzt bereit für größere Abenteuer. Der Berg ruft!                                                      Bericht: Kathi Mußner, Bild: Armin Kain


Seniorengruppe startete
Am 14. Juni – nach der langen Zwangspause – unternahmen 22 Teilnehmer der Seniorengruppe, darunter auch einige im Alter um die 80 Jahre, ihre erste gemeinschaftliche Bergtour in diesem Jahr.
Von Ruhpolding-Brand aus begann, an dem noch nicht so heißen Tag, die Wanderung. Auf engem Steig durch den felsigen, stark bemoosten, mystischen Märchenwald, vorbei an der „Glücksgrotte“, dann aufwärts über den abwechslungsreichen Märchenwaldsteig. Weiter ging es durch lichten Bergwald, dabei war das Waldvögelein ein floristisches Erlebnis.
Das Ziel, der wenig bekannte Brandstein, 1138 m, wurde über markierten, aber nicht beschilderten Wegen erreicht. Überraschend ist, dass auf dem Gipfel ein Bankerl unmittelbar vor einem Felsabsturz thront. Von hier aus hat man einen schönen Tiefblick zum Ausgangspunkt und gegenüber vom Rauschberg im Osten, über den Unternberg, Eisenberg, Hörndlwand bis zum Wilden Kaiser im Westen. Nach einer ausgiebigen Rast wanderte man auf angenehmen Waldwegen in einem Bogen weiter bis unterhalb der (an diesem Tag nicht bewirtschafteten) Thorau-Alm und dann abwärts ins Tal, vorbei an der Glockenschmiede und beschloss bei einer Einkehr in Ruhpolding den gelungenen Auftakt.                                                                                          Bericht: Robert Hesse, Bilder: Anderl Zehentner


Achtung: Das Sektionsleben startet wieder!!!
Die Lockerungen nach dem monatelangen Lockdown ermöglichen nun wieder die Durchführung des Kurs- und Tourenprogramms!
Bei der anhaltenden Inzidenz unter 50 darf wieder kontaktfreier Sport im Freien ohne Testnachweis erfolgen. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 muss ein negativer Test bzw. Genesenen- oder Geimpftnachweis erbracht werden. Die erforderlichen Kontaktdaten ergeben sich mit der Teilnehmerliste.

Wir hoffen auf eine rege Teilnahme und freuen uns auf die gemeinsamen Unternehmungen!


Mai 2021


Neue Regelungen im ASS und RSF bzgl. Reisewarnung und Pandemie (ab 27.05.2021)

im Anhang erhalten Sie die aktuellen Regelungen zu unserem Versicherungsschutz Alpiner Sicherheits Service (ASS) und Reise-, Sport- und Freizeitschutz (RSF) im Zusammenhang mit Reisewarnung und Pandemie auf Grund von Corona.
Die Regelungen gelten ab sofort: mehr erfahren


Vorsichter Start des Sektionslebens nach dem langen Lockdown!

(Teilnahme nur mit gültigem Nachweis möglich : Getestet, Geimpft oder Genesen)

Ab 28. Mai werden wieder jeden Freitag MTB-Ausfahrten rund um Trostberg durchgeführt!!! Achtung: Neuer Treffpunkt um 16 Uhr am Caroplatz!
Ab 1. Juni trifft sich wieder jeden Dienstag (bei Regen Mittwoch) um 18 Uhr die Rennradgruppe.
Bitte bei beiden Veranstaltungen vorab Infos zu den Coronamaßnahmen beim Organisator einholen!



Januar 2021


Bergsport in Corona-Zeiten
Infos und Empfehlungen des DAV
Stand: 20. Mai 2021

In Corona-Zeiten sind wir Bergsportlerinnen und Bergsportler dazu aufgefordert, uns rücksichtsvoll, vorsichtig und überlegt zu verhalten - mehr noch als normalerweise. Dabei gilt es einerseits, allgemeine Regeln des Infektionsschutzes auf den Bergsport zu übertragen. Andererseits erfordert die Dynamik der Pandemie immer wieder Anpassungen im Handeln. Mehr lesen unter:


Versandprobleme bei Sektions-Mitteilungen 2020/2021

Aufgrund eines EDV-Fehlers konnten beim Versand der Mitteilungen nicht alle Sektionsmitglieder des Trostberger Alpenvereins erreicht werden.
Wir bitten deshalb die betroffenen Mitglieder sich in der Geschäftsstelle zu melden, um Ihnen die Mitteilungen zusenden zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!


Oktober 2020


Herbstlicher Wandergenuss im heimischen Gebirge
Fünf Mitglieder des Trostberger Alpenvereins nutzten vor Kurzem das herrliche Spätherbstwetter, um noch vor dem Lockdown aber unter Corona-Bedingungen, das Gebiet zwischen Weitsee und Masererpass mit Wanderschuhen zu erkunden. Zunächst ging es durch das Kleine Wappbachtal an malerischen Gumpen vorbei zur Gräbenalm. Vor dort lockt ein Abstecher zum nahegelegenen Stuhlkopf. Spinnweben glänzten in der Sonne und erinnerten an einen Märchenwald. Wer den Gipfel, der mit einem sich auflösenden Plastikstuhl verunziert ist, passiert und einige Höhenmeter absteigt, wird mit einer Aussichtsloge par excellence belohnt. Zurück an der Gräbenalm, machte sich die Gruppe nun an den Aufstieg zum Hochscharten. Da am Gipfelkreuz reger Betrieb herrschte, statteten die Fünf auch noch dem aussichtsreicheren Hauptgipfel einen Besuch ab. Jede Menge herumliegende Baumstämme erschwerten den direkten Abstieg hinunter zur Forststraße und forderten dem Orientierungssinn im steilen Gelände einiges ab. Jetzt ging es nicht zurück zur Gräbenalm, sondern auf einem einsamen Steig ins Röthelmoos. Den Weg durch das Große Wappbachtal hinaus zum Weitsee teilte sich die Gruppe mit einer Unmenge von Wanderern und Radfahrern, darunter auch einige bekannte Trostberger Gesichter.                                                                                                                         Bilder und Text: Armin Kain


4-Tages-Tour nach Brixen 
14 AV-Mitglieder der Sektion Trostberg unternahmen Anfang Oktober, unter der Führung der beiden Wanderleiterinnen Marianne und Marianne, eine 4-Tages-Wandertour nach Brixen. Übernachtet wurde auf dem familiengeführten "Stocknerhof" in Gereuth. Am Anreisetag, donnerstags, ging es von Vahrn/Südtirol aus, zum Panoramaweg der Spiluckplatte mit viel Sonne und einer beeindruckenden Aussicht auf die Plose und die Geislerspitzen. Am Freitag maschierten die Wanderer direkt von der Unterkunft über den Hundskopf, teilweise schon durch kleine Schneefelder, auf die Königsangerspitze (2439 m). Dieser Weg führte ab einer Höhe von 2000 m durch typische Zirbenwälder und belohnte den Aufstieg mit Ausblicken auf die Marmolata, Langkofel, Sella, Rosengarten, Tofana die Mezzo, Zillertaler Alpen usw. Vor dem Abstieg stärkte sich die Gruppe bei almtypischen Brotzeiten auf der gemütlichen Sonnenterrasse der Radlseehütte. Samstags nutzte man die Seilbahn auf die Plose (2050 m). Von der Bergstation aus führte der Weg über die Plosehütte zum Gipfel "Telegraph" (2486 m), wieder mit großartigem Panoramablick und Sonnenschein. Hier mussten einige frische Schneefelder überquert werden. Danach ging es stets absteigend, unterbrochen durch eine Einkehr auf der Ochsenalm, zurück zur Talstation der Plosebahn. Abends erreichte die angekündigte Regenfront Brixen und hängte sich ein. Dementsprechend reiste die Gruppe sonntags, nach dem Frühstück, bei Regen ab und besichtigte auf dem Heimweg nur noch kurz den Dom sowie die Altstadt von Brixen.
Bericht u. Bild: Petra Herbst


Zu einer Radtour „von der Haustür weg“ lud kürzlich der neue Naturschutzreferent Richard Gruber die Mitglieder der Trostberger Alpenvereinssektion ein. Insgesamt elf Mitglieder waren unterwegs und radelten in morgendlicher Frische von Trostberg in Richtung Alpen los. Die erste Etappe, die auch durch die malerischen Traunauen vorbei am sagenumwobenen Klobenstein mit der erst kürzlich wieder hergerichteten Kapelle führte, endete am Traunsteiner Stadtplatz. Nach einer kurzen Rast in der jetzt warmen Sonne ging es weiter entlang der Traun nach Eisenärzt und Ruhpolding. Richtung Brand, durch den Märchenwald und in Urschlau radelte die Gruppe immer mehr bergauf, und schließlich forderte die Auffahrt zum Röthelmoos die Wadenmuskeln noch mal so richtig heraus. Belohnt wurde die Gruppe auf der Hochfläche mit einer gemütlichen Almbrotzeit, bevor man es ganz entspannt hinunter zum Weitsee rollen ließ. Ganz Unentwegte wagten sich am Badeplatz sogar ins ziemlich erfrischende Wasser. Der letzte Streckenabschnitt vorbei am Biathlonzentrum und dem Holzknechtmuseum in Laubau bot nochmal echtes Genussradeln, bevor sich die Teilnehmer ab Ruhpolding ganz bequem mit dem Zug heimchauffieren ließen. Immer wieder hatte Richard Gruber auf historische und naturkundliche Besonderheiten am Wegesrand aufmerksam gemacht und die Augen für die Schönheiten in unmittelbarer Heimatnähe geöffnet.                                                                                                   Bericht u. Bild: Ingrid Klein


September 2020


Dem ersten Wintereinbruch entkommen!
Man staunte nicht schlecht, als man auf der Tauernautobahn bereits Schnee bis ins Tal bei der Anreise nach Triest erblicken musste. Umso mehr freute sich die 7-köpfige Klettertruppe, noch den ganzen Nachmittag im T-shirt bei Sonne und herrlich angenehmen Temperaturen am Felsen „Dobera del Lago“  zu Klettern. Das warme Wetter hielt auch am darauffolgenden Tag, weshalb die Kletterfelsen direkt am Meer beim Hafen von Sistiana angesteuert wurden. Eine Abfrischung im warmen Wasser wurde von allen dankend angenommen, bevor man sich auch noch am Nachmittag an den zahlreichen Kletterrouten austoben konnte. Der nächste Tag versprach nichts Gutes und so wurde bei Regen mit dem Zug von Sistiana nach Triest zur Stadtbesichtigung gefahren. Ein Abstecher auf die Burg konnte trockenen Fußes gemacht werden. Nachdem sich die Unterarme und die Finger am „Ruhetag“ erholt und die Regenwolken geleert hatten, wurde der letzte Tag im Klettergarten „Masarach“ bei San Daniele wieder bei strahlendem Sonnenschein genossen, bevor die Heimreise in den nasskühlen Chiemgau angetreten wurde.                                                                                                                                 Bericht und Bild: Anita Kain


Die Jugend unterwegs im Wallis
Wallis bekannt durch das Matterhorn, wir haben uns aber gegen die Massen und für zwei leichte 4000er oberhalb von Saas-Grund entschieden. Um 2 Uhr früh gehts in Trostberg los und über mehrere Pässe und nach unzähligen Kurven erreichen wir gerade noch rechtzeitig die letzte Bahn vor der Mittagspause, um zur Weismiesshütte (2726 m) zu fahren. Der Hüttenwirt empfängt uns herzlich und wir besteigen gleich noch das Jegihorn um uns zu akklimatisieren, für einige der erste 3000er. Am nächsten Tag soll es gleich noch deutlich höher gehen.
Frühstück gibt es um 4:30 Uhr und dann gehts los, Steinmann um Steinmann folgend auf das Lagginhorn mit 4010 m, unten meist gehend und oben in leichter Kletterei. Vor Mittag stehen wir dann schon am Gipfel und die meisten damit auf ihrem ersten 4000er. Zurück gehts dann mit Steigeisen über die leicht vereisten Felsen und am Nachmittag heißt es dann Blasen Pflegen auf der Hütte.
Die Blasen sind dann am Sonntag doch zu schmerzhaft und wir starten arg dezimiert in Richtung Weismiess (4023 m), einen echten Gletscherberg. Erst noch zur Bergstation und dann gleich weiter über einen spaltenreichen Gletscher, durch einen Eisbruch, wo sogar eine riesige Holzleiter installiert wurde, um den steilsten Teil zu überwinden. Am Schluss wartet noch ein steiler, eisiger Gipfelgrat und schon sind wir oben. Bei bestem Wetter auf unserem dritten Gipfel. Ohne Probleme geht es wieder zurück zur Hütte und nach einer kurzen Rast schweben wir gemütlich mit der Seilbahn zurück nach Saas-Grund und von hier weiter zurück nach Trostberg.                 Bericht u. Bilder: Daniel Stadler


Wanderung im Isarwinkl
Die Seniorengruppe der AV Sektion Trostberg konnte in diesem Jahr nun ihre zweite Busreise durchführen.
Bei Lenggries, ab Hohenburg, ging es für die 50 Teilnehmer auf einem Kiesweg in das Hirschbachtal, sie zweigten nach rechts ab auf dem Sulzersteig, wanderten ziemlich steil aufwärts durch den Wald entlang eines Baches mit Wasserfällen. Auf der sonnigen Alm war dann bald die renovierte Lenggrieser Hütte erreicht. Fast alle Teilnehmer weilten dort nur kurz und strebten dem Gipfel des Seekarkreuz (1601 m) entgegen und schafften damit 920 Höhenmeter.
Bei guter Fernsicht konnte der Blick vom Wendelstein im Osten über die nahen Tegernseer Berge, im Hintergrund der Alpenhauptkamm, das Karwendelgebirge, den Oberlauf der Isar, die Jachenau und das Brauneck bis zur Zugspitze im Westen schweifen. Auf dem gleichen Steig ging es abwärts, dabei war direkt am Weg ein Dachsbau zu sehen. Selbstverständlich gab es auf der Lenggrieser Hütte noch eine Stärkung, ehe der Abstieg auf dem Grasleitensteig über Stock und Stein den Teilnehmern noch einiges abverlangte.
Man war sich einig, die Wanderung, die Fredl Fuchs ausgesucht und organisiert hatte, war wieder einmal ein voller Erfolg. Gut gelaunt trat man die Heimfahrt an. Auf der Autobahn erlebten die Teilnehmer noch eine Schrecksekunde, denn ein Fahrer eines Kleintransporters wechselte plötzlich über zwei Fahrspuren und hätte dabei den Reisebus beinahe angefahren. Durch schnelle Reaktion konnte der Busfahrer einen Unfall verhindern.
Bericht : R. Hesse,  Bild: Huhn


August 2020


Von Hütte zu Hütte im Verwall
Bei herrlichstem Wetter starteten 5 Familien des AV-Trostberg in den Morgenstunden Richtung Galtür. Vom Gasthaus Zeinisjoch ging es am ersten Tag inmitten einer wunderbaren Bergwelt hinauf auf 2320 m zur Heilbronner Hütte. Gämsen, Murmeltiere und unzählige Frösche an den vielen kleinen Bergseen rund um die Hütte sorgten für Spannung und Abwechslung. Das wohlverdiente Schnapserl, nur für die Eltern versteht sich, gab es umgeben von wunderschönem Wollkraut, kleinen Tümpeln und  vielen Fröschen an der einsamen Beachbar.
Am zweiten Tag ging es mit leichtem Gepäck auf den höchsten Punkt der Tour, dem östlichen Valschavielberg mit 2624 m. Ein paar nahmen später noch ein Bad im wunderbar klaren und kalten Bergsee. Entlang des Auslaufes des Scheidsees, welcher schon bald in das reißende Wasser der Rosanna mündet, ging es am dritten Tag talabwärts bis zur Konstanzer Hütte. Ein Teil der Gruppe fand sich mitten im Viehabtrieb und beobachtete fasziniert die Kühe. Natürlich wurden wir auch mit einem Blick auf ein „Mankei“ belohnt. Während der Wanderung wurde immer wieder von den Heidelbeeren genascht, die in Feldern am Wegesrand angrenzten. Zur großen Freude so mancher befand sich die Konstanzer Hütte inmitten von Pfifferling-, Preiselbeer- und Heidelbeerfeldern. Gerne hätte die Gruppe noch den „Drosberg“, der sich je nach Schreibweise auch „Trostberg“ schrieb erklommen. Da jedoch Dauerregen angesagt war, marschierte die Gruppe, schon bald nass bis auf die Haut hinunter ins Tal. Begleitet von vielen imposanten Wasserfällen und der mächtigen Rosanna kamen alle gut in St. Anton an. Trotz aller Anstrengungen und durchweichter Klamotten schwärmten die Teilnehmer über den gelungenen Ausflug und träumten bereits vom nächsten Ziel.
Bericht u. Bilder: Maria Stiedl



Jugendtour ins Zillertal
Das Zillertal ist eigentlich bekannt für seine schneebedeckten 3000er und wilden Felsgrate. Es waren aber doch eher Felsbrocken in dunklen, schattigen Wäldern - nicht höher als vier Meter, mit Griffen, nicht größer als eine Fingerkuppe - die von acht unermüdlichen Kletterern der Jugend des Trostberger Alpenvereins erklommen werden sollten. Von einem kleinen Campingplatz, den man im Vorbeifahren auf dem Weg zu der Instagram-Foto-Lokation „Schlegeis Stausee“ wohl eher als Parkplatz wahrnehmen würde, ging es jeden Tag zu Fuß zu den umliegenden Bouldergebieten „Kaseler Alm“ und „Breitlahner“. Einmal hat man sich wohl auch in die „ewigen Jagdgründe“ verirrt, für die das Zillertal zumindest unter Kletterern bekannt ist, aber das Klettern war in den Augen der jüngeren Teilnehmer dem Bouldern doch unterlegen, weshalb der Nachmittag wieder zur „Kaseler Alm“ verlegt wurde. Zur Wochenmitte hin war dann Abwechslung nötig, die die härter gesonnenen im Alpinklettern, die, mit den zarteren Händen, im Wandern und alle zusammen beim Eisessen gefunden haben. Abgerundet wurden die späten Nachmittage mit einem Sprung in den eiskalten Bach, in dem emsig versucht wurde, den Dreck des Tages abzuwaschen. Einige waren mehr, andere weniger erfolgreich. Das Fazit? Im Zillertal, ja da ist‘s schön. Da kann man ganz gut Bouldern geh`n. Und ist die Fingerhaut verbraucht, dann klebt man Tape in Massen drauf.                                                                         Bericht: Sabrina Kaiser, Bilder: Daniel Stadler


Auf und um das Seehorn
Die Seniorengruppe der Alpenvereinssektion Trostberg wanderte mit 15 Personen bei sommerlichem Bergwetter ab Pürzlbach (bei Weißbach bei Lofer) über die ausgedehnte Kallbrunnalm zum Gipfel des Seehorns (2.322 m), angeregt auch durch einen Artikel von Gebhard Haider des Trostberger Tagblatts (Bergsteiger- und Naturseite aus 1997). In dem damaligen Beitrag heißt es:
„….ein Steig führt aufwärts hinein in die Latschenzone. Nach einem grasdurchsetzten Felsriegel dann eine Überraschung: An der steilen Bergflanke liegt grün glänzend ein kleiner See, diese Stelle bietet sich für eine Rast an, zudem ist hier der Blick frei nach Westen zu Hochkranz und den Loferer- und Leoganger Steinbergen. Ein Grund zum Rasten, denn ab hier wird der Weg noch etwas steiler und an manchen Felsabsätzen wird man mit den Händen hinlangen. Nach einem Felsdurchschlupf hat man dann die breite Westflanke erreicht, wo es sich in Serpentinen nun wieder leichter gehen lässt.“
Weiter aufwärts wanderten die Senioren zu einem Gedenkkreuz für eine (im 19. Jahrhundert) in einem sommerlichen Schneesturm erfrorene Sennerin. Nach der Gipfelrast am Seehorn, das ein neues, aus Holz und Metall gestaltetes Gipfelkreuz ziert, entschloss man sich aufgrund der noch guten Wetterprognose den anvisierten Rundkurs auch zu begehen. Zunächst Richtung Wimbachtal auf der Kematenschneid, dann allmählich abwärts entlang eines Bächleins, wobei der Steig über Felsgestein führte, zu einem der weiteren Glanzpunkte der Rundtour, dem blumen- und kiesreichen Hochwies-Kessel unter den Hundstodwänden. Nach einem Aufenthalt an diesem einsamen Ort führte der Steig abwärts zur Mitterkaseralm, von der man die schroffe Seite des Seehorns nochmals bewunderte. Von dort führte ein Kiesweg mit einem kräftigen Gegenanstieg entlang des Dießbachstausees. Die gemütliche Einkehr auf der aussichtsreichen Terrasse der Kallbrunnalm rundete die Tour ab. Nach rund 11 Stunden war dann der Ausgangspunkt wieder erreicht, dort machten einige gut gelaunt noch Dehnungs- und Lockerungsübungen.
Insgesamt war es eine lange Tour, mit 20 Kilometern und 1.500 Höhenmetern, die  alle Teilnehmer gut bewältigten. 
Bericht u. Bilder: Robert Hesse