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News



März 2019


Skitour zum Haneburger
Neuschnee, Sturm und ein allmählicher Anstieg der Schneefallgrenze auf über 1800 m waren keine guten Voraussetzungen, um die ursprünglich für diesen Tag geplante Tour zum Scheiblingkogel anzugehen. Ein Ausweichziel musste her – idealerweise weiter im Westen, mit deutlich höherem Ausgangspunkt und mäßig geneigten, dem Wind zugewandten Hängen. So rückten schnell die Tuxer Alpen mit den beiden Gipfel Haneburger und Malgrübler in den Fokus der Tourenplanung.
Am Samstagmorgen starteten wir dann bei Sonnenschein ab Volderwildbad zunächst im Talgrund Richtung Süden bis wir auf die Almwiesen der Sternbachalm abzweigen und fortan schnell an Höhe gewinnen konnten. Ein Frühaufsteher, der das Gelände wohl aus der Westentasche kannte, hatte durch den nun folgenden dichten Waldgürtel eine perfekte Spur gelegt, die uns durch immer tiefer werdenden Pappschnee ohne Umwege zur Markisalm leitete. Überraschenderweise endete dort die Spur und eine unberührte Winterlandschaft mit doch gut 40 cm mittlerweile pulvrigem Neuschnee ließ die Herzen in mehrfacher Hinsicht höher schlagen. Nach einem lichten Zirbenwald folgten hindernislose Hänge bis in die Einsattelung zwischen den beiden Gipfeln. In diesem Bereich hatte der Sturm den Schnee wie erwartet stark verfrachtet. Da der Weiterweg zum etwas höheren Malgrübler bei diesen Bedingungen wenig Abfahrtsgenuss versprach, war die Entscheidung zum Haneburger abzuzweigen schnell getroffen. Mit Skiern ging es bis knapp unter den aussichtsreichen Gipfel. Ein enger Felsdurchschlupf vermittelte den Weiterweg zum höchsten Punkt, der in wenigen Minuten zu Fuß erreicht wurde. Bei der Abfahrt über 1500 Höhenmeter hieß es dann: von allem etwas. So konnten in kurzer Abfolge die Abfahrtstechniken auf Firn, teils eisigem Hartschnee, Bruchharsch, Pulver, Papp inkl. kurzer „Wasserskipassagen“ geübt werden. Denn herrschten im Gipfelbereich zumindest im Schatten noch leichte Minusgrade, zeigte unten im Inntal das Thermometer am Nachmittag doch schon stolze 20 °C an.
Bericht und Bilder: Christian Taubmann



Freiheit für die Gemsen
Anfang März fuhr die Hochtourengruppe der Sektion Trostberg des Alpenvereins für 4 Tage in die Bernina. In Pontresina wurden die Trostberger von heftigem Schneetreiben empfangen. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die Skipiste wegen Lawinensprengungen gesperrt war. Deshalb musste die Gruppe umdisponieren und mit der Seilbahn zur Diavolezza (ca. 3000 m) fahren. An diesem Tag waren keine Skitouren mehr möglich, da der Sturm nicht nachließ. Der nächste Tag entschädigte jedoch mit strahlendem Sonnenschein und freier Sicht auf die umliegenden Berge wie Piz Palü, Bellavista und Piz Bernina. Da Lawinenstufe 3 herrschte, wurde zum Eingehen die Rifugi dals Chamuotschs, zu deutsch: Gemsfreiheit, als Ziel gewählt. Die Abfahrt über unverspurte Nordhänge war grandios. Am zweiten Tag stand der Piz Palü auf dem Programm. Die Tour wurde jedoch wegen Sturm und schlechter Sicht auf ca. 3500 m abgebrochen. Dafür jedoch nochmal auf die Gemsfreiheit aufgestiegen und nochmal im Pulverschnee abgefahren. Auch am lezten Tag ließ der Sturm auf den Gipfeln nicht nach, so dass die Abfahrt über den berühmten Morteratschgletscher gewählt wurde, aber nicht, ohne noch einmal einen  Abstecher auf die bereits sehr bekannte Gemsfreiheit zu machen. Trotz der widrigen Verhältnisse genoss die Gruppe die Tage im "Festsaal der Alpen" mit herrlichen Ausblicken und rasanten Abfahrten.

Bericht u. Bilder: Heidi Falge



Wandern, Rodeln und Langlaufen
Im Februar wanderte eine Gruppe von Senioren bei traumhaftem Winterwetter und hohen Schneewänden auf gut befestigtem Winterwanderweg von Seegatterl auf die Winklmoosalm.
Nach einer Einkehr auf der Traunsteiner Hütte  nutzten einige Teilnehmer den mitgeführten Rodel für die Abfahrt, ein Teilnehmer war mit seinen Kurzskiern dabei.
Nachdem einige Jahre der Skilanglauf der Senioren ruhte, fuhren sie kürzlich zum Skilanglaufen nach Kössen. Auf einer gepflegten Loipe genossen sie bei guten Wetter- und Schneeverhältnissen einem 2 ½-stündigen Rundkurs. Eine kleine Wandergruppe ging zur gleichen Zeit von Walchsee auf die Ottenalm. Eine gemeinsame Einkehr in einem Langlaufstüberl rundete den Ausflug ab, dabei wurde der Wunsch geäußert, sich im nächsten Jahr wieder zu einem seniorengerechten Skilanglauf zusammenzufinden.
Bericht u. Bilder: Robert Hesse



Gelungener Auftakt der Skihochtourenkurse
Die DAV-Sektion Trostberg veranstaltete ihren ersten Skihochtourenkurs vom 07. - 10. März auf der Franz-Senn-Hütte im Stubai. Eine dezimierte, aber hoch motivierte Gruppe erreichte am Donnerstag gegen Mittag die Hütte, checkte ein und machte eine kurze Mittagspause. Anschließend wurde die Spaltenbergung nach einem eventuellen Spaltensturz geübt. Zuerst die Kameradenrettung mit loser Rolle, danach noch der Selbstausstieg mittels Prusiktechnik. Nach dem Abendessen erfolgte die Tourenplanung und Aufgabenverteilung für den nächsten Tag. Der Freitag entpuppte sich als besser wie vorher gesagt und somit stand einer schönen Skitour nichts im Wege. In der Turmscharte wurde ein Fixseil gelegt und der Aufstieg mit Steigeisen geübt. Beim anschließenden Gipfelquergang kam dann noch ein Geländerseil zum Einsatz. Als krönender Abschluß stand man allein auf dem Vorderen Wilden Turm und schaute über die Stubaier Berge. Es folgte eine Ablass- und Abseilaktion. Als Belohnung gab es eine feine Abfahrt im Pulver über den Berglasferner. Der Samstag war dann schon stürmischer, aber Dank guter Tourenplanung und Ehrgeiz der Teilnehmer ein toller Tag. Bis zum Skidepot wurde die Standfestigkeit aufgrund von Böen immer wieder auf die Probe gestellt. In der Scharte und auf dem Grat waren die Bedingungen aber so gut, dass der Gipfel der Inneren Sommerwand erreicht werden konnte. Die Abfahrt wurde auch wieder ein Genuss mit etlichen neuen Spuren im frischen Schnee. Den restlichen Tag wurde nochmal Spaltenbergung geübt. Am letzten Tag brachen wir trotz sehr schlechter Wetterprognose auf. Es wurde eine kurze aber intensive Tour. Zurück auf der Hüttenterrasse bewunderten wir unsere gut sichtbaren schönen Spuren und waren froh, dass man doch noch aufgebrochen ist.
Bericht u. Bilder: Max Neustifter


Februar 2019


Die Jugend auf Trostberger Hütte
Auch in diesem Jahr ging es für 10 Jugendliche wieder auf die eigene Sektionshütte, was bei so einer großartigen Hütte ja schließlich ein mehr Freude- als Pflichttermin ist. Da wir diesen Winter ja mit Schnee in Massen gesegnet wurden, konnten wir beim Hüttenzustieg die riesigen Schneemauern entlang der Rodelbahn bewundern. Auf der Hütte angekommen machten sich die Jüngeren daran, ein Iglu auf dem Hüttendach zu graben, während sich die Älteren im Firn und etwas Pulver am Reifelberg und Peitingköpfl austoben konnten. Der Abend wurde dann mit gemeinsamen Kochen, Essen, Spülen und einer nicht enden wollenden Partie 6er Mensch-Ärger-Dich-nicht verbracht. Am nächsten Tag zog es dann alle Skifahrer bei bestem Wetter auf das Sonntagshorn. Die beiden versiertesten Skifahrer stiegen nordseitig über ein Schneeband zum höchsten Punkt der Westflanke wo sie eine perfekte steile Firnabfahrt genießen konnten. Zurück auf der Hütte wurde schnell alles zusammengepackt, besenrein hinterlassen und los ging die halsbrecherische Fahrt ins Heutal hinab.
Bericht u. Bild: Daniel Stadler


Genuss pur!

7 Tourengeher fanden ein perfektes Ziel in den Pinzgauer Grasbergen:

Die Schwalbenwand bei Sonnenschein mit unverspurten  Hängen, Pulverschnee und feinstem Firn - nicht unbedingt das, was man von einem „Hausberg“ erwarten mag.

Bericht u. Bild: Johannes Vogl


Intensives Techniktraining beim Kletterkurs
Vor kurzem fand wieder ein Klettertechnikkurs für Fortgeschrittene in der Waldkraiburger Kletterhalle statt. Die kleine Gruppe bot optimale Voraussetzungen, um auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer einzugehen und beim jeweiligen Level zu unterstützen. Dabei wurde der Fokus auf das Erlernen und Einüben der Standardbewegung gelegt und alle Teilnehmer konnten sich schon dadurch deutlich sicherer in den Kletterrouten bewegen. Weitere Aspekte waren Übungen zum Thema Sturzangst, richtig Klippen im Vorstieg und Klettertaktik bei Routen am persönlichen Limit. Hier wurde auch die Videoanalyse eingesetzt, um Fehler im Bewegungsablauf sichtbar zu machen und gezielt an der Verbesserung zu arbeiten. Die Teilnehmer waren alle hochmotiviert und auch der Spaß kam nicht zu kurz. ;-) Jetzt heißt es fleißig weiterüben, dann klappt es auch mit dem nächsten Schritt auf der Schwierigkeitsskala!
Bericht u. Bilder: Daniel Hartl


Sonne auf der Sonnspitze
Am letzten Sonntag im Februar wählten die Trostberger AV´ler als Skitourenziel die Sonnspitze (2062 m) in den Kitzbüheler Alpen aus. Pünktlich um 7 Uhr trafen sich die Teilnehmer am Volksfestparkplatz in Trostberg. Dort wurde das Skiequipment eingeladen und eine kurze Tourenbesprechung durgeführt. Anschließend ging es in Richtung Aurach bei Kitzbühel zum Parkplatz beim Wildpark. Die Tour führte anfangs über einen Forstweg, danach über offenes Almgelände in Richtung Hochwildalmhütte (1557 m) und anschließend über steilere Hänge auf die Sonnspitze. Strahlender Sonnenscheins ließ den Teilnehmern der Aufstieg zum Gipfel um einiges leichter fallen. Nach ausgiebiger Stärkung wurde bei super Schneebedingungen abgefahren. Aufgrund der guten Verhältnisse wurde kurzfristig entschieden, die Tourenfelle noch einmal auf die Skier aufzuziehen und zusätzlich eine kleine Kuppe zu besteigen. Die Anstrengung zahlte sich aus, denn die Unternehmung wurde mit einer Pulverschneeabfahrt belohnt. Im Anschluss besuchte die komplette Gruppe noch ein Café und ließen den wunderbaren Skitourentag Revue passieren.
Bericht u. Bild: Simon Vogl


Skitour zum Purtschellerhaus
Eine Skitour zum Purtschellerhaus bietet sich immer als gemütliche Tour für alle Schnee- und Wetterverhältnisse an. Dieses mal waren 9 Trostberger bei besten Verhältnissen unterwegs. Der Start erfolgte etwa ab der Ortschaft Buchenhöhe, zuerst entlang eines Forstweges durch winterlichen Wald, dann führte der Weg nach Querung der Roßfeldstraße über weite Hänge über die Eckeralmen zum Tagesziel. Oben konnte die Gruppe bei herrlichem Sonnenschein die Aussicht ins Salzachtal genießen. Trotz zahlreicher Spuren war die Abfahrt im Pulverschnee für alle ein Genuß.
Bericht: Georg Aignesberger, Bilder: Michi Kleinschwärzer



Skitechniktraining beim Alpenverein
Die Alpenvereinssektion Trostberg veranstaltete kürzlich einen Skitechnikkurs für Fortgeschrittene. Für nicht wenige Tourengeher ist nicht der Aufstieg das Problem, sondern die Abfahrt. Bei idealen äußeren Bedingungen trainierten 10 Teilnehmer, angeleitet von zwei Fachübungsleitern, im Skigebiet Maria Alm einen Tag auf der Piste. Spielerische Übungen verbesserten das Gefühl für den Ski, gleichzeitig wurde damit die richtige Technik geschult. Immer  wieder ging es auf unpräparierte Pisten, wo dann der „Ernstfall“ geprobt wurde.Das Hotel Hintermoos wartete wieder mit kulinarischen Genüssen auf. So gestärkt ging es am zweiten Tag auf eine kleine Skitour zur Marbachhöhe. Zeigte sich im Tal der Föhn von der sonnigen Seite, änderte sich das am Gipfel grundlegend. Bei stürmischen Böen bestand niemand auf einer längeren Rast. Bei der Abfahrt trafen die Trostberger auf unterschiedlichste Schneearten: Vom windgepressten Schnee über lockeren Pulver, Schmelzharsch und Pappschnee war alles dabei. Nun galt es, alte Muster über Bord zu werfen und das Erlernte des Vortages umzusetzen. Die Teilnehmer waren so motiviert, dass kurz vor Ende der Abfahrt die Felle noch einmal aufgeklebt wurden und auf der ehemaligen Piste eines Schleppliftes der letzte Schliff an die Skitechnik angelegt wurde.
Bericht u. Bilder Armin Kain



Skitour für Genießer und Wetterfeste
„Slowly – Slowly“ lautete das Motto, unter dem sechs Mitglieder des Trostberger Alpenvereins kürzlich unterwegs waren. Von Bad Dürrnberg über Hallein ging es teils im freien Gelände, teils auf Pisten in gemütlichem Tempo unterhalb des Zinkenkogels hindurch zum Roßfeld. Auch die Pausen kamen dabei nicht zu kurz. Ergiebiger Schneefall bei Temperaturen um den Gefrierpunkt machten die Wahl der richtigen Bekleidung zum Lotteriespiel, i. B. als auf dem Roßfeld auch noch der Wind auffrischte. Das grandiose Panorama vom Gipfelkreuz aus blieb den Trostbergern dieses Mal ebenfalls versagt. Auf dem Rückweg hieß es noch einmal Felle aufziehen, um im Gipfelrestaurant am Zinkenkogel Unterschlupf zu finden. Nachdem sich die Gruppe gestärkt und wieder wasserfest eingekleidet hatte, ging es in flotter Fahrt zurück nach Bad Dürrnberg. An diesem Tag bewahrheitete sich eine alte Tourengeherweisheit: Beim größten Schmuddelwetter hast du oft den besten Schnee.
Bericht u. Bild: Armin Kain


„A bisserl was geht immer!“


Dass die Trostberger Jugend auf abenteuerliche Touren steht, hat sich letzten Sonntag bei einer Skitour auf das Feichteck wieder einmal gezeigt. Nachdem der AV Bus auf der Anreise Winterfestigkeit bewiesen hat, wollten wir natürlich in nichts nachstehen. Also rauf und runter bei Schneetreiben und schlechter Sicht. Immerhin gabs so viel Powder, dass die Stürze gut abgefedert wurden. Und wie das neblige Gipfelfoto beweist hatten wir viel Spaß auf der Tour!


Bericht u. Bilder: Vroni Krieger


Januar 2019


Gleich zwei erfolgreiche LVS-Kurse an einem Wochenende
Aufgrund der überaus großen Schneemengen auf dem Predigtstuhl mussten die Kurse "Skitour mit LVS-Suche" auf die Wuhrsteinalm, unterhalb des Breitensteins verlegt werden. Am Samstag in der Früh startete die erste Gruppe bei Schneefall und mehr oder weniger starken Wind von Ettenhausen Richtung Wuhrsteinalm. Dort angekommen wurde ein windstiller Platz gesucht und gefunden und als Lawinenkegel präpariert. Nach kurzer Einführung in die Suchstrategie und dem Sondieren mussten alle Teilnehmer zuerst eine Einfachverschüttung abarbeiten. Es zeigte sich, wer sich bei der Punktortung die nötige Zeit ließ und somit mit dem 1. Sondenstich das vergrabene LVS-Gerät erspürte. Bei der anschließenden Mehrfachverschüttung, bei der zwei vergrabene LVS-Geräte gefunden werden mussten, zeigte sich der Lernforstschritt. So wurden durchwegs schnelle und sichere Sondentreffer erzielt. Abschließend wurde zum Aufwärmen noch bis zur Wirtsalm aufgestiegen. Da  hier dann die Sicht immer schlechter wurde, entschieden wir uns im frischen Schnee ab zu fahren. Das war dann der krönende Abschluss dieser Suchübung bei unwirtlichem Wetter.
Der zweite Gruppe tags drauf erwischte dann strahlenden Sonnenschein, zumindest stundenweise, Windstille und wärmere Temperaturen. Der Ablauf war der gleiche wie tags zuvor. Auch hier zeigte sich das gleiche Bild. Sobald man das erste mal gesucht hat und es ein wenig holpriger war, lernten die Teilnehmer schnell und der zweite Durchgang ging schon flüssiger und v.a. zielführender von statten. Als Abschluss konnten wir dann noch bei guter Sicht Richtung Breitenstein gehen. Die abschließende Abfahrt bereitete auch wieder große Freude.
Bericht: Max Neustifter, Bild: Julia Wimmer


Skirundtour Spielberg- Wieserhörndl- Anzenberg
Die erste Gemeinschaftsskitour im neuen Jahr führte die Sektion auf das Wieserhörndl in der Osterhorngruppe. Da die Liftanlagen im Schigebiet  Gaissau – Hintersee zur Zeit wegen Differenzen mit einem chinesischen Investor nicht in Betrieb sind, ist das ehemalige Pistengebiet ein ideales Gelände für Genusstouren, auch bei widrigen Verhältnissen. Fünfzehn Trostberger Skitourengeher verbrachten einen angenehmen Skitourentag auf flachen Hängen, bei bestem Schnee und schönstem Wetter.
Bericht: Georg Aignesberger, Bilder: Markus Kolbinger



Skitechnikkurs I, ein wahres Wintermärchen!
Genau passend nach dem Schneechaos startete die Ausbildungsserie der Skitechnikkurse Mitte Januar bei besten Bedingungen. Samstag um 7 Uhr trafen sich die Übungsleiter mit den zehn Kursteilnehmern am Volksfestparkplatz in Trostberg. Nachdem die Ausrüstung verstaut war, ging es mit dem Alpenvereinsbus und einem zusätzlichen Auto nach Maria Alm. Dort angekommen wurde gleich die Gondelstation Abergbahn angesteuert, um bei dem schönen Wetter und den traumhaften winterlichen Verhältnissen keine Zeit zu verlieren. Der Samstag wurde genutzt, um auf den Pisten an der Skitechnik zu feilen. Aufgrund der guten Bedingungen, den wenigen Leute auf den Skipisten und dem hohen Niveau der Teilnehmer konnte den ganzen Tag viel gefahren und geübt werden. Anschließend ging es zum Hotel Hintermoos. Dort wurden die Zimmer bezogen und der Abend fand in gemütlicher Rund, mit hervorragendem Essen und einem Glas Wein, seinen Ausklang. Am nächsten Tag stand eine Skitour auf die Marbachhöhe auf dem Plan. Bereits beim Start war allen klar, dass es ein traumhafter Skitourentag wird. Bei gemütlichem Tempo ging es zuerst eindrucksvoll durch den tief verschneiten Wald und anschließend wurde die Gruppe von der Sonne auf den mit Pulverschnee bedeckten Hängen begrüßt. Nach ausgiebiger Stärkung am Gipfel wurden die Abfahrtsspuren in den Schnee gezaubert. Natürlich wurde auch hier noch an der Skitechnik gearbeitet. Nach einer kurzen Rast an der Eggeralm wurde dann zur Unterkunft abgefahren. Zum Abschluss des schönen Wochenendes gab es zur Belohnung, bei ausgelassener Stimmung, noch einen Kaffee und ein großes Stück Kuchen.
Bericht u. Bilder: Simon Vogl

Sonnenbad bei der Abfahrt von der Marbachhöhe
Sonnenbad bei der Abfahrt von der Marbachhöhe


Ausnahmezustand auf der Trostberger Hütte
Auch im Heutal / Unken blieb das Schneechaos nicht aus. Nach tagelangen intensivsten Schneefällen ging nichts mehr: Der Schrempf stellte den Rodelbetrieb ein und konnte aufgrund der höchsten Lawinenwarnstufe auch die Straße zur Hochalm nicht mehr freifräsen. Hinzu kamen die Straßensperrungen von Schneitzelreuth und der Heutalstraße. Nachdem sich am vergangenen Wochenende wieder alles soweit beruhigt und normalisiert hatte, machte sich unser Hüttenteam auf den Weg, um nach dem Rechten zu sehen. Jetzt hieß es Schaufeln, Schaufeln und nochmal Schaufeln! Der Brunnen und sogar der Kamin des Hüttendaches mussten erst mal sondiert werden. Fleißige Helfer unterstützten das Hüttenteam, um den Hüttenbesuchern wieder eine sichere und zugängliche Unterkunft zu bieten. Ein großer Dank an das Hüttenteam und den jungen fleißigen Helfern! zur Bildergalerie ganz nach unten scrollen!



Auf den Spuren des Stille Nacht Liedes
Die erste Wanderung des neuen Jahres unternahmen 14 Teilnehmer der Seniorengruppe von Laufen an der Salzach über die Anhöhen bei Oberndorf  bis Arnsdorf in einem Rundkurs von 15 km. Dabei besuchten sie manche Stätten, die mit dem Lied „Stille Nacht“ zu tun hatten und zuletzt die großen Krippenfiguren in der Laufener Stiftskirche. Gar manch Teilnehmer nahm die Anregung mit, den schönen Rupertiwinkel wieder zu besuchen.
Im Bild Teilnehmer an der Salzachschleife.
Bericht u. Bild: Robert Hesse


Rüstzeug für sichere Skitouren
Trotz bedingten Wetterverhältnissen konnten neun Mitglieder der DAV-Sektion Trostberg einen Skitourenkurs für Anfänger unter der Leitung von Max Neustifter und Johannes Vogl absolvieren.Wieder einmal hat sich das Spitzingseegebiet bestens bewährt. Zwar konnte wegen schlechter Lawinenbedingungen keine Skitour durchgeführt werden, jedoch dafür umso ausgiebiger, im LVS-Park vor dem Albert-Link-Haus, die Verschüttetensuche trainiert werden. Schneeprofile konnten deutlich analysiert werden und das richtige Schaufeln wurde bei der Rückkehr am Auto dann auch noch unter die Probe gestellt. Die Abende nutzte man für Lawinenkunde und für die Planung einer Skitour.
Mit diesem Kurs hat die Trostberger Sektion wieder weiteren Mitgliedern das erste Rüstzeug für sichere Skitouren mitgegeben.
Bericht u. Bild: Johannes Vogl


Jugend in der Boulderwelt
Mittlerweile ist es ja schon fast Tradition, so fuhr auch dieses Jahr wieder die Alpenvereinsjugend nach München in die Boulderwelt. Da die meisten der Jugendlichen ja nur die Trostberger Halle gewohnt sind, ist das schon eine ganz andere Dimension. Immerhin gehört die Boulderwelt zu den größten Boulderhallen Europas. Angereist wurde wie immer umweltfreundlich mit dem Zug, auch wenn die Heimfahrt dadurch etwas chaotisch wurde. Beim Bouldern selbst kam dann jeder auf seine Kosten und nach drei Stunden klettern und hangeln an Überhängen und Leisten war jeder ausgelaugt und hat sich die Brotzeit bei der Heimfahrt verdient.
Bericht u. Bild: Anna Stadler



15. Trostberger Bouldercup
Wieder einmal war der kürzlich stattgefundene Bouldercup ein ganz besonderes Event.
Über 100 Sportkletterer fanden sich trotz widrigster Wetterverhältnisse in der kleinen aber feinen Kletterhalle ein, um sich an raffiniert und spektakulär geschraubten Bouldern zu messen.
Auch die Besucher waren begeistert von der guten Verpflegung, Organisation und den superspannenden Finals. Ein großes Lob an alle, die dazu ihren Beitrag geleistet haben! Mehr erfahren
Bericht: Anita Kain, Bild: Anna Stadler


Dezember 2018


Eine Tradition geht weiter! Kampenwand - Überschreitung im Winter mit Biwak! 
Schon fast zwei Jahrzehnte  finden sich immer wieder Mitglieder der  Sektion Trostberg , um zwischen Weihnachten und Silvester das Kampenwandbiwak zu erleben. Abgesehen davon, dass wir uns in Schnee und Eis mit Steigeisen und Seil bewegen, haben wir auch auf der Südseite der Kampenwand einen „kuscheligen“ Höhlenplatz zum Übernachten. So haben wir über all die Jahre alle Witterungen erlebt, die man nur in den Bergen erleben kann. Eisig kalter Wind, tiefster Schnee, Schneefall , Regen, einen Fels der wie Zuckerguss von Eis überbacken ist. Aber auch Sonnenschein und Temperaturen wie im Frühling. Hier kann man üben, sich im Fels zu bewegen, ohne sich in einer hochalpinen Landschaft aufzuhalten, Kenntnisse die man hat, wieder aufzufrischen oder neu zu erlernen.
Die stets bunt gemischte Gruppe gewährleistet, dass der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz kommt. Ende Dezember 2018 entschieden sich drei Teilnehmer für die Überschreitung der Kampenwand, um auch am selben Tag wieder abzusteigen. Zwei kamen über  den „Normalweg“, um die Biwaknacht nicht zu verpassen. Und vier nahmen sich das komplette Programm vor. Da am Fels kaum Schnee haftete und die Witterungsverhältnisse perfekt waren, kamen wir gut voran. Oben angekommen seilten wir die Südwand ab, bevor uns ein leuchtend roter Sonnenuntergang beschert wurde. Diese Nacht hatte nicht mal 5 Grad minus und trotzdem verwandelte sich der Biwakunterschlupf zu einer Eiszapfenhöhle. Nach dem Frühstück stiegen wir die Südwand wieder rauf und setzten teilweise am Fixseil und teilweise frei die Überschreitung weiter fort bis zum Ostgipfel! Der Blick schweifte weit vom Chiemsee bis in die Tiroler Berge und am Horizont erkannte man die Wasserdampfwolke des AKW`s Landshut.
In der Steinlingalm schlossen wir die Kletterpartie bei einem süffigen Bier und  Brotzeit ab.
Bericht u. Bilder: Markus Kolbinger


Silvesterwanderung bei Regen und Schnee
„Jetzt erst recht“, sagten sich 11 Teilnehmer der Seniorengruppe, als sie sich am Silvestertag, wie auch die letzten Jahre, zur Silvesterwanderung rund um Trostberg trafen. Bis dato hatten sie immer schönes Wetter, jedoch wollte diesmal der Dauerregen gemischt mit ein paar Schneeflocken nicht aufhören. Es war das, was man „nasskalt“ oder ein „Sauwetter“ nennt. Doch das verdross die Wanderer nicht. Zwar konnte man die geplante Tour im Osten Trostbergs nicht durchführen, Matsch, „Batz“ und riesige Wasserlachen machten die Wald- und Feldwege nicht begehbar. Aber Bergler sind flexibel und so schwenkten sie kurzerhand auf ein neues, leichter begehbares Ziel um. Vom Pfaubräu aus ging es zunächst durch das Bäcker-Maier-Gangerl auf den ganz neu angelegten Stufen und Wegen bis zum Krankenhaus. Für einige war das sogar eine „Erstbegehung“. Dann führte der Weg weiter nach Nunbichl, Weikertsham und im großen Bogen wieder zurück nach Nunbichl. Durch die sogenannte „Schlucht“ ging es dann wieder hinunter nach Trostberg. In einer Felsnische wurde eine Kerze entzündet und ein kleines Gebet gesprochen. Unten am Museum angekommen, wanderten wieder alle zurück auf den neu angelegten Weg ins Gangerl und der Kreis hat sich geschlossen. Nach zwei Stunden Wanderung  kam jetzt der wohlverdiente Einkehrschwung in den trockenen, warmen Pfaubräu. „Schee war`s“, waren sich alle einig.
Bericht: Regina Grundner, Bild: Robert Hesse


Zur Adventsfeier auf die Ritzau-Alm
Am dritten Adventssonntag wandertern 20 Teilnehmer mit den Wanderleiterinnen Marianne Kremsreiter und Marianne Plank in knapp drei Stunden durch Neuschnee im Kaisergebirge auf die Ritzau-Alm (1161 m). Bei leichtem Schneefall startete die Gruppe in Kufstein am Parkplatz Kaisertal. Über etliche Treppen gelangte sie ins verschneite Tal und rastete bzw. gedachte an der Antoniuskapelle ihrer verstorbenen Mitglieder. Auf der Ritzau-Alm angekommen, wurden Weihnachtslieder gesungen, auf der Flöte begleitet von Maria Wolf, sowie einige Geschichten vorgelesen und Sketche dargeboten. Nach Anbruch der Dunkelheit erreichten die Wanderer, ausgerüstet mit Stirnlampen und Grödeln, über den kürzeren, aber auch steileren Weg in gut einer Stunde wieder den Parkplatz.
Bericht u. Bild: Petra Herbst